Konsumentenschützer kritisieren Zutaten in Babybreien

Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich haben bei einem Test von Babybreien zu häufig geschmacksgebende, würzende oder süßende Zutaten gefunden.

Auch war in einigen Produkten für Kinder unter einem halben Jahr Kuhmilch enthalten, die für diese Altersgruppe noch nicht geeignet ist. Nur ein Drittel der Produkte erfüllte die Kriterien für optimalen Beikostbeginn. Positiv wurde hingegen hervorgehoben, dass keinem der getesteten Gläschen Zucker zugesetzt wurde.

Die Konsumentenschützer haben verschiedene Milch-Getreide-Breie, die als Beikost für den Abend beworben werden, unter die Lupe genommen. 15 Gläschen a 190 Gramm wurden bei großen Drogerieketten gekauft, elf waren bio, der Rest konventionell.

Man orientierte sich bei der Beurteilung an den offiziellen Empfehlungen, laut denen man frühestens ab dem fünften Lebensmonat Beikost geben soll. Kuhmilch dürfen Babys erst nach dem sechsten Monat bekommen.

Allerdings enthielten fünf Produkte, die vom Hersteller ab einem Alter von fünf Monaten empfohlen wurden, Kuhmilch. Darüber hinaus bemängeln die Konsumentenschützer die oft unklaren bzw. missverständlichen Altersempfehlungen. So berge die Formulierung „nach dem vierten Monat“ die Gefahr, dass man bei flüchtigem Lesen zu früh mit der Beikost beginne. Die AK würde hier lieber „ab dem 5. Monat“ lesen.

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Breie für den Beikoststart sollen laut Experten frei von geschmacksgebenden Zutaten sein, damit die Babys die Komponenten unverfälscht kennenlernen können. Allerdings erfüllten sechs Produkte diesen Anspruch nicht: In fünf Breien wurden würzende bzw. geschmacksgebende Komponenten wie natürliches Vanillearoma, Bourbon-Vanille-Extrakt, Zimt oder Kakaopulver gefunden, die den Geschmackssinn von Babys frühzeitig prägen können. Einem war süßendes Traubensaftkonzentrat zugesetzt worden. Zucker in Reinform enthielt allerdings kein einziges der getesteten Produkte.

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