AK verstärkt Druck für Frauenquoten in Unternehmen

Die Arbeiterkammer (AK) hat den Ball der Initiative #ReframingQuotenfrau aufgenommen und verstärkt ihren Ruf nach einer Frauenquote in Unternehmen. „Unser Ziel muss sein: Gleichberechtigung auf allen Ebene und ganz viele stolze Quotenfrauen“, so AK-Präsidentin Renate Anderl am Sonntag in einer Aussendung. Mit Freiwilligkeit sei nichts zu erreichen.

Dass eine Quote Sinn mache, zeige der seit mehr als zehn Jahren von der AK erstellte „FrauenManagementReport“. Jahrelang gab es dort auf der Top-Ebene keine Steigerung des Frauenanteils. Sie waren sowohl in den Aufsichtsräten und erst recht in den Vorständen „nur mit der Lupe zu finden“. Erst mit Einführung der 30-Prozent-Quote für den Aufsichtsrat sei Bewegung in diese Entscheidungsgremien gekommen. Unternehmen, für die dieses Gesetz zum Tragen kommt, kommen mittlerweile auf einen Anteil von 32 Prozent, so die AK.

„Der nächste Schritt ist in logischer Folge daher die Quote für den Vorstand“, so Anderl. „Was Deutschland vormacht, muss Österreich jetzt nachmachen. Denn dass mit Freiwilligkeit nichts zu erreichen ist, davon können wir Frauen ein Lied singen.“

„Gerade in der aktuellen Krise hat sich gezeigt, was Frauen leisten und dass sie es sind, die das System am Laufen halten“, so die AK-Chefin. „Umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass mehr Frauen ins Management kommen.“ Denn Frauen würden „Unternehmen nachhaltiger führen“ und zudem „die Probleme und Sorgen der in vielen Unternehmen großteils weiblichen Belegschaft besser nachvollziehen“, so die Arbeitnehmerinnenvertreterin.

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