Alaba und Arnautovic sehen ÖFB-„Prozess“ auf gutem Weg

Die Führungsspieler David Alaba und Marko Arnautovic sehen die österreichische Fußball-Nationalmannschaft nach zwei Spielen unter Neo-Teamchef Ralf Rangnick auf einem guten Weg. Trotz der Enttäuschung könne man aus dem 1:2 am Montag in Wien gegen Dänemark „sehr viel mitnehmen“, betonte Kapitän Alaba. Der eingewechselte Arnautovic freute sich über seinen 100. Länderspiel-Einsatz, haderte aber mit einer vergebenen Großchance. Lobeshymnen seiner Mitspieler gab es dennoch.

Die stimmte Alaba auch auf die neuen Vorgaben von Rangnick an. „Wir stecken in einem Prozess, der mir persönlich sehr gut gefällt“, sagte der 29-Jährige nach seiner ersten Partie unter dem Deutschen. Beim 3:0-Sieg in Kroatien hatte er nach dem Champions-League-Gewinn mit Real Madrid noch gefehlt. „Wenn man sich die letzten zwei Spiele anschaut, können wir irgendwo zufrieden sein. Die Entwicklung zeigt zu 100 Prozent in die richtige Richtung. Es macht wirklich Spaß, hier zu sein.“

Laut Alaba sei ein guter, klarer Plan erkennbar. „Wir wollen viel Druck ausüben, den Gegner nicht durchatmen lassen. Das hat man in Kroatien gesehen und auch hier. Das ist gut für uns. Wir haben das Potenzial und die Spieler dafür.“ Er selbst fühle sich in der Innenverteidiger-Rolle, die er bei seinen Clubs seit drei Jahren bekleidet, im ÖFB-Team aber erst selten gespielt hat, sehr wohl. „Ich kann da auch meine Qualitäten sehr gut einsetzen.“

Gegen die Dänen trotz neun Umstellungen in der Startformation „auf Anhieb so eine Partie zu spielen“, bewertete Alaba ebenfalls positiv. „Das zeigt den Geist, den wir in der Mannschaft haben, die Qualität, das Potenzial. Das tut gut.“ Zeigen muss man all das am Freitag gegen Weltmeister Frankreich. „Das wird sicher nochmal ein anderes Spiel. Ich weiß nicht, ob wir da zu so vielen Chancen kommen“, meinte Alaba. „Aber wenn wir genauso auftreten wie in den letzten zwei Spielen, dann sind wir eine Mannschaft, die sich nicht verstecken braucht – schon gar nicht hier zu Hause.“

Die Stimmung im Ernst-Happel-Stadion sei trotz des Stromausfalles und 90-minütiger Match-Verzögerung sehr gut gewesen. Im Gegensatz zu den 18.700 Zuschauern am Montag wird das Prater-Oval gegen Frankreich aber voll sein. „Die Vorfreude auf Freitag ist riesig“, sagte Alaba. Die Franzosen hätten unzählige Einzelspieler auf Weltklasseniveau.

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„Das ist für mich die beste Mannschaft der Welt gerade“, sagte Arnautovic. Man sei aber in der Liga A der Nations League, um sich mit den Besten zu messen, betonte der ÖFB-Stürmer. „Im ersten Spiel hat es geklappt, im zweiten Spiel auch, aber da hat das Ergebnis nicht geklappt.“ Arnautovic nahm die Schuld trotz einer starken Partie auf sich. Seine Großchance zur 2:1-Führung landete an der Stange. „Das war eine Hundertprozentige. Ich kann mich nur entschuldigen, dass wir nicht gewonnen haben. Das war Pech.“

100 Länderspiele seien etwas Besonderes. „Es wäre noch etwas Besondereres, wenn ich das Tor gemacht hätte und wir gewonnen hätten. Das wäre das perfekte Paket“, ärgerte sich Arnautovic. Der 33-Jährige lobte aber den großen Zusammenhalt im Team. „Ich bin stolz, die Jungs machen es gut, der Trainerstab macht es sehr gut. Wenn wir alle an einem Strang ziehen und zusammenhalten, egal ob wir gewinnen oder verlieren, dann wird eine schöne Zeit kommen.“

Alaba, selbst 93-facher Nationalspieler, gratulierte Arnautovic wie viele seiner Kollegen zum 100er: „Wir sind sehr dankbar, dass er in unseren Reihen steht. Er hat gleich gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft ist.“ Arnautovic sei ein Spieler, der „mit seiner Art Fußball zu spielen“ den Unterschied machen könne, meinte Konrad Laimer. Das habe man auch nach dessen Einwechslung gegen die Dänen gesehen. „Er hilft uns extrem, mit ihm kommt neuer Schwung“, sagte Xaver Schlager.

Torhüter Patrick Pentz, der sein erstes Länderspiel von Beginn an absolvierte, formulierte es so: „Das ist ein Fußballspieler, den gibt es kein zweites Mal. Wenn er den Körper reinstellt, kannst du ihm den Ball gar nicht abnehmen.“ Der Austria-Keeper selbst hofft unter Rangnick im Dreikampf mit Heinz Lindner und Martin Fraisl auf weitere Einsätze. „Ich mag es, wie er die Torhüter-Rolle interpretiert“, sagte Pentz über den Neo-Teamchef. Unter anderem gilt es für ihn nun, auf dem Feld ein wenig höher zu stehen.

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