Alkoholbedingte Auseinandersetzungen in Wien

Alkoholbedingten Streitereien hat die Wiener Polizei in den Nächten auf Montag bzw. auf Dienstag ein Ende gesetzt. In der Nacht auf Montag wurden die Beamten zu einer Wohnung in der Ottakringer Johann-Staud-Straße gerufen, weil dort ein 33- und ein 22-Jähriger wegen Geldes aneinandergeraten waren.

Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger hatte der Ältere seinen Kontrahenten – beide sind polnische Staatsbürger – und einen weiteren Mann verletzt. Als die Polizisten eintrafen, blutete der 22-Jährige stark aus einer Kopfwunde. Worum es ging, war nicht aufzuklären. Abgesehen von ihrer Alkoholisierung sprachen die Beteiligten kein Deutsch und nur gebrochen Englisch.

Die Beamten glaubten bereits, sie hätten die Situation kalmiert, weil der Blutende in einem Nebenzimmer versorgt wurde. Doch plötzlich stürmte er auf den 33-Jährigen zu und schlug ihm ins Gesicht, der daraufhin zu Boden ging.

Die Polizisten trennten die beiden Männer, wurden dabei aber mit dem Blut der Kontrahenten kontaminiert. Der 22-Jährige behauptete dazu, mit dem HI-Virus infiziert zu sein. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, der 33-Jährige festgenommen. Vernehmungsfähig war keiner der Beteiligten.

In der Nacht auf Dienstag bedrohte ein 49-jähriger rumänischer Staatsbürger zwei Kontrahenten bei einem Würstelstand in der Quellenstraße mit einem Messer, nachdem sie zuvor verbal in Streit geraten sein. Beamte der Bereitschaftseinheit schritten Eidenberger zufolge um 23.40 Uhr ein und nahmen den Aggressor fest.

Über ihn wurde ein Waffenverbot verhängt. Worum es bei der Auseinandersetzung ging, war nicht mehr zu eruieren. Alle Beteiligten und auch die Zeugen waren offenbar dermaßen betrunken, dass sie sich nicht zu dem Streit äußern konnten.

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