Alles eine Vertrauenssache

Assistenzsysteme, wie beispielsweise ACC, ESC, ABS und Konsorten helfen, das Unfallrisiko zu vermeiden.

„Jetzt den adaptiven Tempomaten auf 50 km/h einstellen und auf das Hindernis zufahren. Ihr werdet sehen, das Auto bremst von selbst bis zum Stillstand ab.“

Nun gut: Birgit und Daniel, Instruktoren beim ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Marchtrenk, haben das klar kommuniziert; also los geht´s – mit leicht flauem Gefühl im Magen. Im drittgrößten Fahrtechnikzentrum des „Clubs“ ist am Ende der Straße eine riesige Matte in Form eines Autos aufgestellt, auf die der Wagen jetzt zuhält.

Das mulmige Gefühl wird immer größer und größer, die Augen ebenso, der Herzschlag steigt an. Aber dann: Tatsächlich! Der Wagen bremst! Bis zum Stillstand! Ganz sanft. Ja, so ein Stauassistent ist wirklich eine feine Sache. Aber die modernen Autos haben ja immer mehr Sicherheitsfeatures an Bord. Etwa den City-Notbremsassistenten. Der ist aber selbst im Training – unter Aufsicht und im geschützten Rahmen – nichts für schwache Nerven. 30 km/h Tempo. Die Matte ist wieder das Ziel und dann schlägt er unerbittlich zu. Bremst den Pkw rechtzeitig ab. Gut ein Meter sind es bis zur Matte noch. Im echten Leben hätte das etwa ein spielendes Kind oder ein Radfahrer sein können, den man als Fahrer übersieht – vielleicht, weil man abgelenkt war.

Ja, die Conclusio ist: Die modernen Assistenzsysteme sind ein Segen, kein Fluch. Sie retten Leben, sie agieren und reagieren immer (etwa die Traktionskontrolle bei nasser Fahrbahn), werden niemals müde und machen so das Autofahren entspannter. Die Frage, wo man etwa den Spurhalteassistenten ausschalten kann sei daher „falsch“, wie die ÖAMTC-Instruktoren betonen. Vielmehr gehe es darum, über die Assistenzsysteme Bescheid zu wissen; daher biete der ÖAMTC auch entsprechende Schulungen an.

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