Altach nach 2:0 bei Austria Qualigruppen-Erster, WSG Letzter

Altach hat mit einem 2:0 bei der Austria die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga übernommen. Die Vorarlberger liegen nach dem Dienstag einen Zähler vor den Wienern und drei vor Mattersburg, das beim 1:1 bei WSG Tirol ebenfalls im dritten Quali-Spiel ungeschlagen blieb. Die Tiroler fielen durch das 3:0 der Admira in St. Pölten ans Tabellenende zurück.

Daniel Nussbaumer traf bereits nach 21 Sekunden für die Altacher. Es war das schnellste geschossene Tor der laufenden Saison. Ein Eigentor von Erik Palmer-Brown (52.) besiegelte die Niederlage der Austria. Die Favoritner hätten sich mit einem Heimsieg von den Konkurrenten absetzen können. Eine Stunde spielte die Austria nur zu zehnt, nachdem Maximilian Sax (31.) nach einer Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte kassiert hatte. Nach elf ungeschlagenen Spielen in Folge ging die Elf von Christian Ilzer damit wieder als Verlierer vom Feld. Altachs Alex Pastoor durfte derweilen den ersten Sieg in der Quali-Gruppe bejubeln.

Altach hätte eine um Fassung ringende Austria in turbulenten Anfangsminuten weiter bestrafen können. Zwar visierte Alexander Grünwald zunächst erfolglos das Kreuzeck an, Pentz parierte dann aber einen Nussbaumer-Schuss, ehe Johannes Tartarotti am langen Eck vorbeischoss. Sieben Minuten waren gespielt.

Nach einer halben Stunde folgte Sax’ unrühmlicher Auftritt. Der Flügelspieler stieg überhart ein und gab Emanuel Schreiner im folgenden Disput noch eine Ohrfeige. Sax wurde folgerichtig ausgeschlossen. Palmer-Brown rasierte nach Wiederanpfiff den Ball bei einem Klärungsversuch mit dem Schienbein, der senkte sich über Pentz ins Netz. Auf die Violetten wartet am Samstag auswärts der zwei Zähler zurückliegende Verfolger Mattersburg, Altach empfängt zu Hause den SKN St. Pölten.

Letzterer kam in der heimischen NV Arena im Niederösterreich-Duell mit der Admira mit 3:0 unter die Räder. Damit durfte sich Ernst Baumeister über einen gelungenen Einstand freuen. Der 63-jährige Ex-Internationale war erst am Montag als neuer Admira-Sportdirektor präsentiert worden und saß als Unterstützung von Cheftrainer Zvonimir Soldo einen Tag später gleich auch auf der Bank.

Die Admiraner gingen durch einen Treffer von Roman Kerschbaum (40.) aus Abseitsposition in Führung, im Finish sorgten Daniel Toth (87.) und Pascal Petlach (89.) für klare Verhältnisse. Die Südstädter holten nach einem 0:1 bei der Austria und 0:2 gegen Mattersburg erstmals Zählbares. Für St. Pölten war es die erste Niederlage nach einem 5:0 in Tirol und dem 1:1 zuletzt gegen die Austria.

Nach der Coronapause weiter ungeschlagen ist der SV Mattersburg. Mit dem 1:1 beim neuen Tabellenschlusslicht WSG Tirol haben die Burgenländer nach drei Runden in der Qualifikationsgruppe fünf Punkte geholt. Kelvin Yeboah (44.) beziehungsweise Andreas Gruber (14.) erzielten am Dienstag die Tore im Geisterspiel am Tivoli.

Mattersburg ist weiter Dritter, konnte seine Dominanz aber nicht zum Siegtreffer nutzen. Die Tiroler, erneut ohne den am Bein verletzten Trainer Thomas Silberberger, rutschten durch das 3:0 von Admira im Parallelspiel bei SKN St. Pölten wieder um einen Punkt ans Tabellenende zurück. Am Mittwoch geht die Meistergruppe mit den Partien LASK – Rapid, WAC – Hartberg (jeweils 18.30 Uhr) und Sturm Graz – Salzburg (20.30 Uhr/live ORF1) in Szene.

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