Altstars und aufgehende Sterne

Inntöne Jazzfestival in Diersbach bot Musik für alle Geschmäcker

Von Heinz Wernitznig

Heiß, nicht nur was die Außentemperaturen betrifft, präsentierte sich am Wochenende das Inntöne Jazzfestival im Innviertel. Denn die Qualität und Vielseitigkeit des Programms ließen an den drei Tagen auf dem Bauernhof von Paul Zauner in Diersbach keine Wünsche offen.

Gleich zu Beginn gab es für Jazz-Feinschmecker ein Solokonzert der Pianisten-Legende Abdullah Ibrahim (Dollar Brand). Der bald 85-jährige Südafrikaner gab sich wohl auch wegen der angenehmen Atmosphäre der „Location“ locker und gut gelaunt und demonstrierte am Klavier, warum er schon ewig zur Elite seiner Zunft gehört.

So cool kann Tuba sein

Sehr abwechslungsreich ging es auch die beiden folgenden Tage weiter, wobei das Theon Cross Trio am Pfingstsonntag ein Glanzlicht setzte.

Der britische Musiker (26) zierte zu Recht das Programm der diesjährigen Inntöne – denn diese „Urgewalt“ an der Tuba brauchte nicht lange, um gemeinsam mit Saxofonistin Chelsea Carmichael und Drummer Moses Boyd – beide ebenfalls noch unter 30 Jahre alt – das Publikum mit ihrer vor Energie strotzenden Musik in Verzückung zu versetzen.

Nach der letzten Nummer hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sesseln, nach Standing Ovations gaben die aufgehenden Sterne am Jazz-Himmel noch eine umjubelte Zugabe. „So soll es sein, für jeden Geschmack ist für uns etwas dabei“, freute sich Zauner im Gespräch mit dem VOLKSBLATT auch darüber, an allen drei Tagen ausverkauft zu sein.

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