Am Montag startet Corona-Einsatz der Miliz

Am kommenden Montag beginnt der Corona-Einsatz der Miliz. Wegen der Pandemie wurde erstmals in der Geschichte Österreichs die Miliz mobilgemacht.

Einberufen wurden 13 Jägerkompanien aus allen Bundesländern. Die rund 2.300 Männer und Frauen lösen ab Mitte Mai die verlängerten Grundwehrdiener und Berufssoldaten, die jetzt im Einsatz stehen, ab.

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Aktuell sind 2.000 Soldaten im Covid-Einsatz, weitere 1.000 sind im Assistenzeinsatz an den Grenzen. Sie alle sollen ab Mitte Mai von der Miliz abgelöst werden. Die ersten 160 Milizsoldaten rückten bereits diesen Montag ein, um sich auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten.

Hierbei handelt es sich um das Schlüssel- und Führungspersonal (Kompaniekommandanten, Gruppenkommandanten, etc.) der Milizeinheiten. Ab kommenden Montag werden dann die restlichen Milizkräfte in ihren jeweiligen Jägerkompanien einrücken. Diese sollen voraussichtlich bis Ende Juli im Einsatz stehen.

Grundsätzlich werden die Milizsoldaten dort einrücken, wo der Milizverband beheimatet ist. Die 13 Jägerkompanien, die einberufen wurden, sind auf das ganze Bundesgebiet verteilt.

Im Burgenland sind sie in Güssing stationiert, in Wien in der Maria-Theresien-Kaserne, in Niederösterreich in Amstetten, Mautern und Mistelbach, in Oberösterreich in Hörsching, in der Steiermark in St. Michael und in Straß bei Graz, in Tirol in der Lizum, in Kärnten in Spittal an der Drau, in Salzburg in Wals-Siezenheim und in Vorarlberg in Bludesch.

Die Aufgaben der Miliz sind vielfältig und richten sich nach den Anforderungen der Behörden. Der Großteil der Soldaten wird voraussichtlich im Grenzeinsatz sein, einerseits zur Überwachung der geschlossenen Grenzübergänge, anderseits zur Unterstützung beim Reisemanagement und als gesundheitsbehördliche Assistenz im Grenzraum und an den Grenzübergängen.

Die rechtlichen Grundlagen für diese Teilmobilmachung der Miliz bietet der Paragraph 23a im Wehrgesetz. Dieser ermöglicht die „Heranziehung von Wehrpflichtigen des Miliz- und des Reservestandes zum Einsatzpräsenzdienst bis zu einer Gesamtzahl von 5.000 Wehrpflichtigen“. Beschlossen wurde die Einberufung der Miliz im Ministerrat Mitte März.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) bedankte sich in einer Stellungnahme gegenüber der APA bei allen Soldaten, die in der Coronakrise ihre Einsatzbereitschaft zeigen.

„Mit Ihrem Einsatz und Engagement sorgen Sie nicht nur für die Sicherheit unseres Landes, sondern auch für den Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. Ich wünsche Ihnen für den bevorstehenden Einsatz alles Gute, viel Erfolg und viel Soldatenglück.“

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