Amtsbesuch mit Messer und Spray

Sicherheitsvorkehrungen in Oberösterreich haben sich bewährt

Die Sicherheitsschleuse im Landhaus müssen alle Besucher passieren. © Land OÖ/Ehrengruber

Seit nunmehr drei Jahren müssen Besucher bei vielen Amtsgebäuden im Land ob der Enns eine Schleuse passieren. Die im Anschluss an den blutigen Vorfall in Dornbirn eingeführten Sicherheitsmaßnahmen haben sich bewährt, zeigt eine Zwischenbilanz des Landes OÖ.

So wurden etwa beim Landesdienstleistungszentrum in unmittelbarer Nähe des Linzer Hauptbahnhofs seit Mitte 2019 den Besuchern mehr als 2000 Messer, 750 Feilen und Scheren und über 300 Pfeffersprays abgenommen. Für die Verantwortlichen beim Land OÖ bestätigen diese Zahlen die Richtigkeit der Kontrollen.

Auch Schusswaffen abgenommen

Bei den Eingangskontrollen zur BH Linz-Land wurden den Besuchern in den vergangenen Jahren sogar 20 Schusswaffen abgenommen. Aber auch Schlagstöcke, Elektroschocker oder Messer, die in Kugelschreiber versteckt sind, werden immer wieder konfisziert. Neun Amtsgebäude in Oberösterreich sind bereits mit Schleusen geschützt, bis zum Jahr 2022 sollen alle Bezirkshauptmannschaften und alle Amtsgebäude in Linz damit ausgestattet sein.

In den Gerichtsgebäuden setzt man schon länger auf Sicherheitsvorkehrungen. Am Landesgericht Linz wurden 2018 alleine 3556 Stichwaffen abgenommen.

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