Ancelotti neuer Real-Coach – Wiedersehen mit Alaba

David Alaba hat bei Real Madrid einen früheren Bayern-Trainer als Chef bekommen. Carlo Ancelotti verlässt Everton und kehrt zu Real zurück, gab der Club am Dienstagabend bekannt. Der 61-jährige Italiener war schon einmal von 2013 bis 2015 Trainer der „Königlichen“. Nun löst er Zinedine Zidane ab, der seinen Vertrag vorzeitig gekündigt und sich anschließend in einem bitteren Abschiedsbrief über die Führung von Real Madrid beklagt hatte.

Für Alaba, dessen Wechsel von Bayern München nach Madrid am Freitag offiziell geworden ist, gibt es damit ein Wiedersehen mit einem Ex-Trainer. Ancelotti war von Juli 2016 bis Ende September 2017 Bayern-Trainer, Alaba gab damals noch fast immer den Linksverteidiger.

Ancelotti, der zuvor seinen Vertrag beim FC Everton vorzeitig gelöst hatte, erhält einen Dreijahresvertrag. Die Königlichen hießen den Mann aus Reggiolo mit hochtrabenden Worten willkommen. Ancelotti kehre zum Club zurück, bei dem er zwischen 2013 und 2015 „Geschichte geschrieben“ habe, hieß es in der Mitteilung. Er habe 2014 mit dem Gewinn der Champions League den insgesamt zehnten europäischen Königsklassen-Titel für den Verein geholt. Auf die symbolisch so wichtige Decima habe man nach dem neunten Titelgewinn zwölf Jahre lang warten müssen, hieß es.

Nicht erwähnt wurde in der Mitteilung des Vereins allerdings, dass der noch amtierende Clubboss Florentino Perez Ancelotti nur ein Jahr nach der Decima gnadenlos vor die Tür setzte, weil der Club in der Saison 2014/15 keinen einzigen wichtigen Titel gewinnen konnte.

Ancelotti beweist nun, dass er nicht nachtragend ist. Und er wird in Madrid auch tatsächlich dringend benötigt. Er komme als „Helfer in der Not“, sei Teil eines „Notfallplans“, schrieb etwa die Madrider Fachzeitung „AS“. Warum? Der Weggang von Zidane kam für Perez offenbar sehr überraschend, der Präsident habe eine schnelle Lösung gesucht, hieß es. Ancelotti war nämlich nach verschiedenen Medienberichten keineswegs die erste Wahl des Presidente.

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Perez, so heißt es, hätte viel lieber den von Inter Mailand jüngst trotz des Gewinns des Serie-A-Titels beurlaubten Paulo Conte oder den Argentinier Mauricio Pochettino zum Santiago Bernabeu geholt. Conte habe aber (zu) hohe Forderungen gestellt. Nicht nur bezüglich des Salärs. Er habe für eine Zusage auch teure Verstärkungen verlangt, die sich der von der Pandemie gebeutelte Club derzeit noch nicht wieder leisten könne, hieß es. Und bei Pochettino deute alles daraufhin, dass er bei Paris Saint-Germain bleiben werde.

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