Anfangsflaute folgt nun eine Torlawine

Drei Tage nach dem 7:0 gegen DAC siegte der LASK in der Bundesliga 3:1 gegen Wolfsberg

Meisterschaftsspiele wenige Tage nach einem Europacup-Highlight sind oft eine besondere Herausforderung. Der LASK hat diese gestern aber stark gemeistert, denn nach dem historischen 7:0 am Donnerstag in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League über Dunajska Streda feierten die Athletiker in der heimischen Bundesliga einen 3:1-Erfolg über den Wolfsberger AC — nachdem man in den ersten beiden Bundesliga-Matches nur zweimal getroffen hatte. „Eine spannende, intensive Partie, der WAC hat uns alles abverlangt“, atmete Kapitän Gernot Trauner tief durch.

Anlaufschwierigkeiten, aber nach 1:0 souverän

Dabei taten sich die Hausherren zunächst schwer, ins Spiel zu kommen. Das begann schon im Vorfeld, als Andrade irrtümlich anstelle von Filipovic auf dem Spielbericht landete und deshalb auch beginnen musste.

Die erste gute Chance fanden denn auch die Gäste durch einen Kopfball von Vizinger (5.) vor. Doch die Linzer hielten voll dagegen und erarbeiteten sich peu a peu ein leichtes Übergewicht. Aus der ersten Chance gelang dann prompt die Führung. Nach einer starken Kombination über Michorl, Raguz, Renner und noch einmal Raguz, der von der Brust abprallen ließ, versenkte Balic den Ball in den Maschen (26.). Raguz per Kopf (35.) und Michorl (42.) hatten schon vor der Pause Chancen auf das 2:0. Das besorgte Raguz dann, indem er einen Elfer (55./Foul von Rnic an Balic) verwertete.

Die Hoffnung des WAC währte nur kurz

Weil Raguz (68.) mit einem Kopfball scheiterte und Wolfsberg aus dem Nichts durch Baumgartner nach einem Freistoß zum Anschlusstreffer kam (73.), wurde es noch einmal spannend. „Da hat der WAC Lunte gerochen“, weiß Trauner. Doch der Kapitän höchstpersönlich machte wenig später per Kopf nach Freistoßflanke von Michorl den Deckel drauf (78.). Und das gegen einen Gegner, der im Vorjahr den Linzern nicht wirklich gelegen ist — in vier Matches konnten nur vier Punkte erobert werden.

„Haben gute Mittel und Lösungen gefunden“

„Wir haben heute gute Mittel, gute Lösungen gefunden und sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen“, bilanzierte Trainer Dominik Thalhammer. So rückte man etwa im Spiel gegen den Ball vom gewohnten 3-4-3 ab und agierte in einem 4-3-3. „Wir waren sehr gut strukturiert“, so Thalhammer. „Und ab der Führung haben wird das Spiel gut kontrolliert.“

Happy war nach dem Sieg mit Tor und herausgeholtem Elfer natürlich auch Balic: „Wir haben uns vorgenommen, kein bisschen weniger zu machen als am Donnerstag, sind mit derselben Einstellung reingegangen und waren sehr präsent“, so der Stürmer.

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