„Anfragen sind in die Höhe geschossen“

Oberösterreich rüstet sich für Wiedereröffnung von Tourismus und Gastro – Ab 19. Mai wird mit Zutrittstests wieder aufgesperrt

Ab 19. Mai darf man bei hoffentlich ansprechendem Wetter dann auch wieder die Abende (bis 22 Uhr) im Gastgarten verbringen. Oö. Betriebe bringen sich für die Eröffnung bereits in Stellung.
Ab 19. Mai darf man bei hoffentlich ansprechendem Wetter dann auch wieder die Abende (bis 22 Uhr) im Gastgarten verbringen. Oö. Betriebe bringen sich für die Eröffnung bereits in Stellung. © JPC-PROD - stock.adobe.com

Nach mehr als einem halben Jahr ohne Hotellerie und nur Take-Away-Gastronomie erwacht das Land vor den geplanten Öffnungsschritten am 19. Mai wieder aus dem Standby-Modus.

Seit Bekanntgabe der Öffnung seien die Anfragen wieder in die Höhe geschossen, konnte am Dienstag Tourismus-Landesrat Markus Achleitner von positiven Rückmeldungen der Beherbergungsbetriebe berichten.

Stammgäste beim Wirt

Von regem Interesse in der Gastronomie weiß auch Wirtesprecher Thomas Mayr-Stockinger im VOLKSBLATT-Gespräch zu berichten. Vor allem Stammgäste hätten sich rasch um eine Reservierung schon an den ersten Öffnungstagen gekümmert, hört man zudem von vielen Wirten.

Laut Mayr-Stockinger beschäftigen sich viele Anfragen aber auch mit den Details zum Gasthausbesuch. Vor allem ginge es dabei darum, welche Tests nun nötig bzw. erlaubt sind, aber auch die Begrenzung der Personenanzahl ist oftmals Thema. „Viele würden gerne kleinere Familienfeiern wie etwa Taufen nachholen, aber bei zehn Personen im Außenbereich ist man da schnell am Ende“, so der Wirtesprecher.

Er hofft, dass die Gäste weiterhin vernünftig bleiben und größere Gruppen nicht ins Private abwandern.

Ja zu „Nasenbohrer-Test“

In Oberösterreich habe man sich intensiv auf die nächsten Schritte vorbereitet, betonen Achleitner und der Chef des OÖ Tourismus, Andreas Winkelhofer. Wie berichtet, setzt man auf eine „Test & Go“-Strategie.

Gäste sollen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe mit negativem Testergebnis (sowie nach Genesung oder erfolgter Impfung) wieder betreten dürfen. Ebenso sollen auch Selbsttests („Nasenbohrer-Tests“) anerkannt werden, wurde am Dienstag betont.

Der Selbsttest ist für den spontanen Besuch im Wirtshaus, er soll 24 Stunden lang gültig sein, ein PCR-Test darf nicht älter als 72, ein Antigen-Test nicht älter als 48 Stunden sein. Die Sperrstunde wurde mit 22 Uhr festgelegt, am Tisch darf die Maske abgesetzt werden.

Eigene App für OÖ

Für die vorgeschriebene Gästeregistrierung hat der OÖ Tourismus die „myVisitApp“ entwickelt. Sie funktioniert am Smartphone mit QR-Code. Das System wurde für Gastronomiebetriebe konzipiert, kann aber auch für Freizeitbetriebe, Veranstaltungen, Museen, usw. eingesetzt werden. Dass die Besucher rasch kommen werden, ist für Achleitner fast sicher.

„Allen Unsicherheiten zum Trotz haben die Menschen Lust auf Urlaub, sie haben Zeit für Urlaub und wollen sich diesen auch leisten. Entscheidend für die heurige Sommersaison wird es sein, wie die Menschen reisen können.“ Der Landesrat setzt dabei vor allem auf den Grünen Pass, neben Urlaubern aus Österreich hofft man auf Gäste aus Deutschland und Tschechien.

Die Ergebnisse des vergangenen Sommers könnten bei guter Entwicklung erreicht oder sogar übertroffen werden, ist Achleitner zuversichtlich. „Nicht warten, jetzt buchen“, so sein Motto. Viele Betriebe hätten den Lockdown für Renovierungen, Umbauten oder Ausbauten genützt, wirbt Achleitner.

„Wir brennen darauf, wieder Gastgeber sein zu dürfen“, so Tourismus- und Freizeitwirtschaft-Bundessprecher Robert Seeber.

Auch bei den EuroThermen spürt man die Vorfreude der Gäste, wie Direktor Patrick Hochhauser bestätigt. Für alle drei Standorte gäbe es gute Buchungen und viele Anfragen, so Hochhauser.

Von Christoph Steiner

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