Anlagebetrug im Internet boomt: Eine Million Schaden in einer Woche

Mann (50) verlor 600.000 Euro – Acht Personen aus OÖ betroffen

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Die Polizei warnt einmal mehr vor lukrativen Gewinnversprechen im Internet. Allein in den vergangenen sieben Tagen sind in Oberösterreich acht Personen den Betrügern, die mit einer Verdoppelung bzw. Verdreifachung des Kapitals werben, auf den Leim gegangen.

Sie haben in Summe rund eine Million Euro verloren. Den Vogel hat ein 50-Jähriger abgeschossen, dessen Verlust 600.000 Euro beträgt.

„Die Masche der Betrüger ist immer gleich“, weiß Chefinspektor Gerhard Sakoparnig vom Landeskriminalamt im VOLKSBLATT-Gespräch. Als Ersteinlage würden etwa 250 Euro gefordert, um möglichst viele Personen zu ködern.

Die versprochenen Gewinne würden von den Betrügern anfangs auf einem fiktiven Konto angezeigt, woraufhin ihre Opfer die Beträge immer wieder erhöhen. Sobald sich die Anleger aber ihre Gewinne auszahlen lassen wollen, werden sie vertröstet und auf dem vorgetäuschten Konto steht auf einmal ein Totalverlust. Die vermeintlichen Börsenexperten sind dann nicht mehr erreichbar und das Geld ist futsch.

Laut Sakoparnig ist der Anlagebetrug im Internet seit dem ersten Lockdown im Vorjahr stetig angewachsen. „Heuer beträgt die Schadenssumme schon 40 Millionen Euro“, betont der Ermittler.

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