Anlagebetrug im Internet boomt: Polizei rät zur Vorsicht

52-Jährige aus dem Bezirk Steyr-Land überwies mehrmals Beträge auf ein Trading- bzw. Depotkonto und verlor in Summe mehr als 11.000 Euro

anonym

Allen Warnungen zum Trotz fallen immer wieder leichtgläubige Menschen auf attraktive Gewinnversprechen im Internet herein.

Aktuell ließ sich eine 52-Jährige aus dem Bezirk Steyr-Land von einem unseriösen Broker dazu verleiten, ein Trading- bzw. Depotkonto auf einer Internetseite zu eröffnen und mehrmals auf ein bislang noch unbekanntes Konto Geldbeträge zu überweisen.

Der Unbekannte sicherte der Frau zu, dass mit ihrem Erspartem gewinnbringend gehandelt wird und sie jederzeit Zugriff darauf habe. In Summe verlor sie mehr als 11.000 Euro und erstattete Anzeige.

Ein Klassiker, wie Gerhard Sakoparnig vom Landes- kriminalamt OÖ, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT meint. „Angesichts der niedrigen Zinsen bei Banken suchen viele Leute nach attraktiven Anlagemöglichkeiten und lassen sich dazu verleiten, ihr Erspartes im Internet zu investieren“, so der Experte. Dazu kommt, dass die Menschen im Lockdown verstärkt das Internet nutzen.

Hausverstand wird meist ausgeschaltet

Oft werde der Hausverstand einfach ausgeschaltet und den Gewinnversprechungen der Täter – allesamt geschickte Verkäufer und Manipulatoren – blind Vertrauen geschenkt. Einmalige Gewinnüberweisungen würden die Opfer zudem dazu veranlassen, weitere Investitionen zu tätigen.

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Alleine im November und Dezember 2020 sind laut Sakoparnig in Oberösterreich sieben Fälle mit einer Schadenssumme von rund 2,5 Millionen Euro angezeigt worden. „Man sollte sich ganz einfach die Frage stellen, ob es wirklich möglich ist, dass sich das Geld in zehn Tagen verdoppeln kann“, rät er zur Vorsicht bei attraktiven Gewinnversprechen.

Oftmals genüge es bereits, in einer Suchmaschine den Namen des Unternehmens und den Begriff Betrug einzugeben, um Klarheit über die Seriosität des Angebots zu bekommen.

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