Anliegen der Bauern für die Zukunft: „Raus aus der Neiddebatte“

LR Hiegelsberger stellte Strategie für die Landwirtschaft im Jahr 2030 vor

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Die Einkommenssituation der heimischen Bauern hat sich in den vergangenen Jahren bei immer höheren Ansprüchen seitens der Bevölkerung immer weiter verschlechtert.

Um aus diesem Spannungsfeld heraus trotzdem an einer positiven Zukunftsperspektive für die heheimische Landwirtschaft zu arbeiten, setzte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger im Vorjahr einen Nachdenk- und Strategieprozess unter Einbindung aller maßgeblichen Akteure gestartet.

Rege Beteiligung

Rund 1500 Landwirte, Konsumenten sowie Medien- und Branchenvertreter brachten sich in die die Ausarbeitung der neuen Strategie ein.

„Der Strategieprozess ‘Zukunft Landwirtschaft 2030” hat Zukunftsszenarien der Land- und Forstwirtschaft in Oberösterreich erarbeitet. Darauf aufbauend entstand eine gemeinsam entwickelte und getragene Strategie, die nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Herzen der Bäuerinnen, Bauern und Stakeholdern verankert ist“, so LR Hiegelsberger bei der Präsentation am Montag.

In der Mitte etablieren

Das gewünschte Ziel für das Jahr 2030 brachte der universitäre Mitarbeiter bei der Strategieerstellung, Professor Siegfried Pöchtrager, auf den Punkt. Der Beruf „Bauer“ solle wieder seinen Platz in der Mitte der Gesellschaft haben, sodass auch mögliche Betriebsnachfolger wieder die Schönheit des Arbeitens am Hof erleben können.

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In den Diskussionen bei der Erarbeitung des nun vorliegenden Programms sei von den Landwirten oft gekommen, dass sie sich ein Ende der Neiddebatte wünschen würden, so Pöchtrager. Die Bauern würden den Job gerne und mit Überzeugung machen, allerdings würden der Preisdruck und die Rahmenbedingungen dafür sorgen, dass die gebotene Qualität sich nicht im Preis widerspiegle, erklärt er.

„Die Landwirtschaft im Jahr 2030 soll das tun dürfen, wofür die Landwirtschaft zuständig ist: Die Leute ernähren“, betont LR Hiegelsberger. Dafür brauche es aber auch deutlich weniger Bürokratie. Zudem solle mehr direkter Kontakt mit den Kunden den Bauern helfen, ihre Arbeit der Bevölkerung näherzubringen, so der Landesrat.

Gemeinsamer Druck

Doch auch die Bauernschaft intern muss an einem Strang ziehen, heißt es im Strategiepapier: „Die Landwirtschaft muss geschlossen auftreten, damit sich die Produzenten nicht gegenseitig ausspielen und am Ende der Handel gewinnt“, so eine Leitlinie.

„Noch kein Finale“

Mit der Präsentation des Strategiepapiers sei man noch nicht am Ziel, betont Abteilungsleiter Hubert Huber: „Die Vorstellung der Strategie ist nicht das Finale, sondern der Beginn eines neuen Prozesses: Die Umsetzung der Maßnahmen.“

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