Annäherung an Thema einer TU Linz

Technische Unis sehen sich als Wirtschaftsmotor mit 14.700 Mitarbeitern

Quality control approval with businessman
Quality control approval with businessman © Tierney – stock.adobe.com

Nachdem Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Pläne für eine neue Technische Universität am Standort Linz verkündete, sei der Verbund „TU Austria“ — ein vor zehn Jahren erfolgter Zusammenschluss der drei Technischen Universitäten in Österreich (TU Graz, TU Wien, Montanuniversität Leoben) — „überrascht“ gewesen.

Man stehe der Idee aber pragmatisch gegenüber und sei mittlerweile mit Minister Heinz Faßmann im Gespräch in der Causa und unterstütze, dass offenbar zusätzliche Mittel in den „MINT-Bereich“ fließen sollen, sagen die beiden TU-Austria-Präsidenten Sabine Seidler (Wien) und und Harald Kainz (Graz).

Bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens, könne man sich etwa an jenem Weg orientieren, den die Uni Innsbruck gegangen ist: Dort wurden viele technisch-naturwissenschaftlichen Bereiche derart ausgebaut, dass man mittlerweile von einer vierten TU in Österreich sprechen könne.

„Möglicherweise ist das Innsbrucker Modell auch ein Ansatzpunkt, den man sich in Linz anschauen kann. Hier sind aber andere am Zug und wir werden versuchen, unterstützend zu wirken“, so Kainz.

An den drei bestehenden TUs, die sich als Wirtschaftsmotor im Land sehen und die aktuell zusammen rund 14.700 Beschäftigte haben, kamen im Zehn-Jahres-Vergleich rund 5000 neue Arbeitsplätze in und um die Hochschulen dazu. Gemeinsam stand der Uni-Verbund 2019 für einen direkten Wertschöpfungsbeitrag von 493,8 Mio. Euro, was jenen des Luftverkehrs (482 Mio. Euro) oder der Tankstellen (466 Mio. Euro) übertreffe, heißt es in einer Studie vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung.

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