Annäherung auf koreanisch

Nord- und Südkorea nehmen Kommunikation wieder auf

Der geliebte Führer Kim Jong Un, hier beim Gedenken an das Ende des Koreakrieges vor 68 Jahren, streut seinen südkoreanischen Brüdern plötzlich wieder Rosen.
Der geliebte Führer Kim Jong Un, hier beim Gedenken an das Ende des Koreakrieges vor 68 Jahren, streut seinen südkoreanischen Brüdern plötzlich wieder Rosen. © AFP/STR/KCNA

Bei ihren Bemühungen um eine Wiederannäherung haben Süd- und Nordkorea einen wichtigen Schritt gesetzt. Nach monatelanger Unterbrechung stellten die beiden Länder überraschend ihre offiziellen Kommunikationsverbindungen am Dienstag, dem 68. Jahrestag der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrags zur Beendigung des Korea-Kriegs, wieder her.

Der Einigung ging ein geheimer Briefwechsel zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un voraus. Eine Diskussion über ein neues Gipfeltreffen von Angesicht zu Angesicht gab es noch nicht. Beobachter in Südkorea gehen allerdings davon aus, dass Moon vor dem Ende seiner Amtszeit 2022 Kim noch einmal treffen will.

Alle Koreaner wünschten sich, dass sich die bilateralen Beziehungen „so früh wie möglich“ von den Rückschlägen erholten, hieß es in den nordkoreanischen Staatsmedien. Die obersten Anführer hätten sich darauf geeinigt, das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen und die Aussöhnung zu fördern.

Nordkorea hatte zuletzt Probleme bei der Versorgung seiner Bürger eingestanden. Die nachbarschaftliche Verständigung dürfte also auch dazu dienen, den Weg für internationale Hilfsmaßnahmen zu ebnen.

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