Anschober: F1 in Spielberg hängt von Sicherheitskonzept ab

Die Regierung macht ihre Zustimmung zur Abhaltung des Formel-1-Grand-Prix in Spielberg vom Sicherheitskonzept der Veranstalter abhängig.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte am Mittwoch im Ö1-„Journal um acht“: Ob die Regierung die für 5. Juli geplante Veranstaltung in der Steiermark erlauben werde, „hängt total davon ab, welches Sicherheitskonzept die Veranstalter mitbringen“.

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Er habe mit Vertretern der Fußball-Bundesliga gesprochen und auch hier sei es „dasselbe“: „Nur unter strikten, strengen Bedingungen werden wir solche Veranstaltungen zulassen und natürlich, ich glaube das versteht sich in der Situation von selbst, ohne Massenpublikum“, sagte Anschober weiter. Der Grün-Politiker räumte ein, „kein großer Fan der Formel 1“ zu sein, „aber das ist nicht das Entscheidungskriterium“.

Das Entscheidungskriterium sei, ob ein Ansteckungsrisiko gegeben ist, deswegen warte er auf die Vorlage eines entsprechenden Sicherheitskonzepts. „Wir haben unseren Part erledigt“, sagte ein Sprecher von Sportminister Werner Kogler (Grüne) zur APA.

Die Kriterien – insbesondere zur An- und Ausreise des Trosses – seien den Organisatoren (Projekt Spielberg) beziehungsweise Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko mitgeteilt worden. Im Falle der Austragung müssten die Beteiligten ein „geschlossener Kreislauf“ sein, „abgesehen von den Österreichern, die dort in die Abwicklung des Geschehens involviert sind“.

Nach der offiziellen Absage des Frankreich-GP peilt die Formel 1 den ersten Grand Prix 2020 für den 5. Juli auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg an.

Auch ein „Doppel“ mit einem weiteren „Geisterrennen“ am 12. Juli ist im Gespräch. Durch die Coronavirus-Pandemie sind mittlerweile die ersten zehn Saisonläufe verschoben oder abgesagt worden.

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