Anton Bruckner und die singenden Knaben von heute

St. Florianer Sängerknaben präsentierten zum Jubiläum neue ORF-Doku

Sängerknaben und Altherren-Chor sorgten für die Umrahmung zum Film.
Sängerknaben und Altherren-Chor sorgten für die Umrahmung zum Film. © Reinhard Winkler

Die Präsentation einer neuen ORF-Dokumentation über die St. Florianer Sängerknaben, die bekanntlich ihr 950-Jahr-Jubiläum feiern, stand im Mittelpunkt eines Abends im Linzer Brucknerhaus. Gratulanten waren gekommen, um die Knaben und den Film zu sehen und zu feiern.

Leo Windtner, Obmann des Trägervereines „Freunde der St. Florianer Sängerknaben“, hieß Festgäste und Publikum willkommen, darunter Stiftsprobst Johannes Holzinger und Stiftspfarrer Werner Grad. Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer brachte in Vertretung von Landeshauptmann Thomas Stelzer seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die St. Florianer Sängerknaben als Botschafter für Österreich und für österreichische Musik auf der ganzen Welt wirken.

Dass diese Gemeinschaft nachweislich seit 950 Jahren mit einer kurzen Unterbrechung zwischen 1938 und 1945 sowohl in der Liturgie des Stiftes als auch weit darüber hinaus agiert, ist wohl einzigartig in der Musikwelt.

Franz Welser-Möst führt durch den Film

Den Film mit dem Titel „Die St. Florianer Sängeknaben — Bruckners musikalische Heimat“ gestaltete Regisseur Manfred Corrine für ORF III für das Format „Erlebnis Bühne“, als Akteure sind neben den Sängerknaben auch Probst Holzinger und Geiger Gunar Letzbor zu sehen. Dirigent Franz Welser-Möst tritt als Moderator auf.

Der Film verknüpft Vergangenheit und Gegenwart miteinander — vor allem auf das Leben des jungen Anton Bruckner bezogen. Bruckner kam 1837 aus familiären Gründen — sein Vater war Schulmeister in Ansfelden starb überraschend sehr jung — als Elfjähriger in das Augustiner Chorherrenstift St. Florian. Die Ordensgemeinschaft und das Stift wurden und blieben bis zu seinem Tode 1896 seine nicht nur musikalische Heimat. In unterhaltsamen Bildern und Sequenzen wird in der Doku das Leben der Sängerknaben im heutigen, sehr modern geführten Stift gezeigt.

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Umrahmt wurde der Abend von den Sängerknaben mit Altherren-Unterstützung mit zwei Motetten von Anton Bruckner, dem „Locus iste“ und dem „Os justi“, geleitet von Altchormeister Franz Farnberger und dem neuen künstlerischen Leiter Markus Stumpner. Reicher Applaus für die gesamte Sängerschaft und den Regisseur waren die Belohnung für die gelungene Produktion, welche in einer Zeit, geprägt von der Corona-Pandemie, entstanden ist.

Der Film wird am 17. Oktober um 21.45 Uhr auf ORF III ausgestrahlt.

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