Arbeitslosigkeit 2020 mit großen regionalen Unterschieden

Im Coronajahr hat die Arbeitslosigkeit in ganz Österreich zugenommen. Alle Bundesländer und alle Bezirke verzeichneten 2020 mehr Arbeitslose als 2019. Doch es gibt starke regionale Unterschiede in der Betroffenheit durch Lockdowns und Konsumrückgang: In Wien stieg die Arbeitslosenquote um 3,3 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. In Oberösterreich betrug der Zuwachs „nur“ 1,7 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. In ganz Österreich lag die Quote bei 9,9 Prozent (plus 2,6 Punkte).

Auf regionaler Ebene ist der Bezirk mit der geringsten Arbeitslosigkeit Rohrbach in Oberösterreich, wo die Arbeitslosigkeit nur um 1,1 Punkte auf 3,6 Prozent anstieg. Hingegen verzeichnete Landeck in Tirol mit einem Anstieg von 6,2 Punkten auf 13,3 Prozent Arbeitslosigkeit fast eine Verdoppelung.

Zweistellige Arbeitslosenquoten im Jahresschnitt haben auch Graz (10,3 Prozent), Wiener Neustadt (11,6 Prozent), Neunkirchen (10,6 Prozent), Gänserndorf (10,4 Prozent), Baden (11,2 Prozent), sowie die Kärntner Bezirke Villach und Völkermarkt (beide je 12,3 Prozent), Klagenfurt (11,5 Prozent) und Spittal (12,5 Prozent). Im Burgenland reiht sich Oberwart (10,3 Prozent) in die Bezirke mit hoher Arbeitslosigkeit ein.

Insgesamt ist die Zahl der Arbeitslosen im Coronajahr im Vergleich zum Jahr davor um 108.312 Personen bzw. 35,9 Prozent auf 409.639 Personen im Jahresschnitt angestiegen. Der stärkste relative Zuwachs war in Tirol, wo die Zahl der Arbeitslosen um 77,4 Prozent auf 28.928 wuchs, gefolgt von Salzburg mit einem Zuwachs von 58,2 Prozent (7.393 Personen) auf 20.087 Arbeitslose.

Alle Werte beziehen sich auf Arbeitslosenzahlen ohne Schulungsteilnehmer und auf AMS-Bezirke.

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