Arbeitslosigkeit in Österreich sinkt weiter

Rekordwert von 696.000 Beschäftigten in Oberösterreich – Viele offene Stellen – LH Stelzer: „Qualifizierung Gebot der Stunde“

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Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie am heimischen Arbeitsmarkt werden immer weniger spürbar.

Ende Juli waren rund 344.000 Leute ohne Job, um rund 16.000 weniger als vor einem Monat. 282.685 Personen waren beim AMS arbeitslos gemeldet, um 6177 weniger als im Vormonat.

Auch die Anzahl der Schulungsteilnehmer ging um rund 10.000 auf 61.254 zurück. Damit erreicht man fast schon wieder das Niveau vor Ausbruch der Pandemie. Es gibt nur noch um 10.900 Arbeitslose mehr als vor der Corona-Krise.

Arbeitsminister Martin Kocher sprach angesichts der Zahlen von einer fast atemberaubenden Dynamik am Arbeitsmarkt. „Wir werden weiter daran arbeiten, dass dieser positive Trend anhält und der Wirtschaftsstandort weiter an Fahrt aufnimmt“, betonte ÖVP-Klubobmann August Wöginger.

Positive Entwicklung in Oberösterreich

Auch in Oberösterreich ist die Beschäftigung stark gestiegen und die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr in allen Branchen rückläufig. Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Juli 4,4 Prozent (Österreichschnitt: 6,7 Prozent) und lag damit um 1,8 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Zahl der Beschäftigten lag bei 696.000 Personen (plus 18.000 bzw. 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr) – ein Allzeithöchstwert. Die Zahl der Arbeitslosen lag massiv niedriger als vor einem Jahr (minus 12.576 bzw. 28,3 Prozent auf 31.923 Personen). In Schulungen befinden sich 8335 Personen (plus 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Qualifikation nötig

Angesichts von 29.085 offenen Stellen und fast genauso vielen Arbeitslosen orten Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner hier Nachbesserungsbedarf. „Die Aus- und Weiterbildung ist für uns ein Gebot der Stunde. Die Menschen müssen weiterhin gezielt für jene Jobs ausgebildet werden, für die Beschäftigte gesucht werden. Damit soll es uns gelingen, Arbeitssuchende rascher wieder in Beschäftigung zu bringen und zugleich unseren Unternehmen jene Fachkräfte anbieten zu können, die sie benötigen“, betonen die beiden.

Deutlich mehr Geld

Aus diesem Grund wurde heuer auch der „Pakt für Arbeit & Qualifizierung“ mit fast 100 Mio. Euro mehr Budget als im Vorjahr ausgestattet. Konkret umfasst der Pakt Arbeitsmarkt-Initiativen für in Höhe von 342 Mio. Euro.

Von diesen Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen profitieren insgesamt rund 102.000 Menschen in Oberösterreich – insbesondere auf die Zielgruppen Jugendliche, Frauen, Ältere, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Beeinträchtigungen wird ein Fokus gelegt.

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