Asfinag startet 2020 Planungen für S10-Verlängerung

Land OÖ und Autobahnbetreiber setzen mit Mobilitätspakt auf Schaffung zusätzlicher Kapazitäten – Temporäre Pannenstreifen-Freigabe geplant

Weniger Stau, flüssigerer Verkehr und eine gleichmäßigere Auslastung vorhandener Straßen – das sind die Ziele des Mobilitätspakets von Land OÖ und der Asfinag. Erreicht werden soll dies vor allem durch den Bau neuer Autobahnen- und Schnellstraßenstrecken.

So dürfte der Baubeginn für die Verlängerung der S10 Mühlviertler Schnellstraße von Freistadt Nord bis Rainbach Nord im Jahr 2021 beginnen. Das 7,2 km lange und 221 Mio. Euro teure Straßenstück dürfte im Zeitraum 2024/2025 fertiggestellt werden.

Parallel dazu nimmt die Asfinag laut Vorstand Hartwig Hufnagl Mitte kommenden Jahres die Planungen für die dann noch fehlenden rund sieben Kilometer bis zur Staatsgrenze in Wullowitz in Angriff. „Derzeit laufen intensive Gespräch zwischen Österreich und Tschechien, wobei das Schnellstraßenprojekt D3 jenseits der Grenze gute Fortschritte macht“, betont Hufnagl.

Strategische Analysen für Umfahrung Linz gestartet

V. l.: Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Asfinag-Vorstand Hartwig Hufnagl. © Asfinag

Alternativlos ist für Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Infastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) angesichts des prognostizierten Verkehrszuwachses auch der geplante Bau der Linzer Osttangente. Dieses rund 15 Kilometer lange Straßenstück soll die Mühlkreisautobahn im Bereich Treffling mit der Westautobahn im Bereich Linz-Ebelsberg verbinden. Die Strategischen Analysen für das von den Grünen abgelehnte Projekt wurden bereits gestartet, faktisch zuständig für die Linzer Osttangente ist die Asfinag aber erst, wenn die geplante Straße per Parlamentsbeschluss zum Bundesprojekt wird – also in das Bundesstraßengesetz aufgenommen wird.

Eine Besserung soll auch die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens von Laakirchen bis zum Voralpenkreuz in Richtung Linz bringen. Auf der A 4 Ostautobahn habe sich diese Maßnahme bewährt, so Hufnagl.

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