Asturien-Preis an Performance-Künstlerin Marina Abramović

Die berühmte Performance-Künstlerin Marina Abramović erhält den diesjährigen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte der Künste. Mit ihren Arbeiten spüre sie durch riskante und komplexe Darbietungen auf der ständigen Suche nach individueller Freiheit „den Grenzen von Körper und Geist“ nach, schrieb die Stiftung Prinzessin von Asturien am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.

Abramović wurde 1946 in Belgrad geboren. Von 1965 bis 1970 studierte sie Malerei an der dortigen Akademie der Künste. 1976 verließ sie die Hauptstadt des damaligen Jugoslawiens, weil sie unter der kommunistischen Herrschaft keine Perspektiven für ihre Kunst sah. Im Westen entwickelte sie radikale Performances, in denen sie auch ihren eigenen Körper einsetzt, dabei oft bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit gehend. Die 74-Jährige gilt als eine der umstrittensten, aber auch geachtetsten Figuren der internationalen Kunstwelt.

Weltbekannt wurde Abramović mit ihrer Performance „The Artist is Present“ 2010 im Museum of Modern Art New York (MoMA). Damals saß sie mehr als 700 Stunden schweigend auf einem Stuhl und lud die Besucher ein, ihr gegenüber Platz zu nehmen. Von 1976 an lebte und arbeitete sie zwölf Jahre lang mit dem im vergangenen Jahr gestorbenen deutschen Konzept-Künstler Ulay (Frank Uwe Laysiepen) zusammen.

Die Auszeichnungen werden alljährlich in acht Sparten vergeben und sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt. Die Preise sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden voraussichtlich im Herbst von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

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