AUA-Rettungspaket: Die Inlandsflüge der Austrian Airlines

Das Rettungspaket für die Austrian Airlines (AUA) bringt das voraussichtliche Ende für AUA-Zubringerflüge zwischen Salzburg und Wien. Inlandsflüge zwischen Innsbruck und Graz wird die heimische Airline nach der coronabedingten Pause ab 22. Juni wieder anbieten, Klagenfurt soll voraussichtlich im September folgen.

Zwischen Linz und Wien gibt es seit 2018 keine AUA-Flüge mehr, sondern ein „Airrail“-Angebot gemeinsam mit der ÖBB. In den Standortauflagen des Corona-Hilfspakets für die AUA wurde folgendes vereinbart: „Austrian wird den innerösterreichischen CO2 Ausstoß bis 2030 im Vergleich zu heute halbieren und dafür Kurzstreckenflüge auf die Bahn verlagern, sofern adäquate Infrastruktur bereitsteht und eine direkte Erreichbarkeit deutlich unter drei Stunden nach Wien Flughafen sichergestellt ist.“

Von dieser Auflage ist damit vorerst nur der Salzburg-Wien-Flug betroffen, da diese Strecke mit 2:49 Stunden deutlich unter 3 Stunden Fahrzeit liegt. „Eine Einstellung der Strecke ist formell noch nicht beschlossen“, hieß es von einem AUA-Sprecher auf APA-Anfrage. Für Wien-Salzburg sei der Ausbau AiRail in Kooperation mit den ÖBB wahrscheinlich.

Wenn der Semmering-Basistunnel im Jahr 2027 fertiggestellt wird, sinkt die Fahrzeit Wien-Graz per Bahn auf unter zwei Stunden und mit der Fertigstellung des Koralmtunnels dauert die Fahrt zwischen Wien und Klagenfurt nur mehr 2 Stunden 40 Minuten. Dann könnten auch AUA-Inlandsflüge nach Graz und Klagenfurt wegfallen. Aus der Steiermark und Kärnten gab es in den vergangenen Tagen deutliche Kritik an den Standortauflagen des AUA-Rettungspakets.

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