Auch 2019 bleibt alles anders

Alle Jahre wieder listen die beiden Mobilitätsclubs ARBÖ und ÖAMTC auf, was sich für Autofahrer und Reisende im neuen Jahr ändert – und die Liste ist wieder lang.

Automatisiertes Fahren-Verordnung: Die Verordnung erlaubt automatisches Einparken mit Einparkassistent und freihändig fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit dem Autopilot. Offen ist, wann die Verordnung in Kraft tritt.

Rechts abbiegen bei Rot: Voraussichtlich ab 1. April startet ein einjähriger Probebetrieb für „rechts abbiegen bei Rot“ in Linz und Wels, weitere Orte sind möglich.

140 km/h auf der Autobahn: Ein Jahr nach dem Start des 140 km/h-Betriebs auf der Autobahn könnte es zur Freigabe weiterer Strecken kommen.

Neues Vormerkdelikt: Das Befahren der Rettungsgasse wird zum Vormerkdelikt. Der Strafrahmen liegt bei bis zu 2180 Euro.

Preiserhöhungen Vignette: Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife angepasst und für 2019 um 2,2 Prozent angehoben. Somit kostet die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 89,20 Euro und jene für Motorräder 35,50 Euro.

Digitale Vignette: Kauft man online eine digitale Vignette, ist diese erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig.

Ausnahme von IG-L Tempolimits für E-Fahrzeuge: Für Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb oder mit Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie, die entsprechend gekennzeichnet sind, gelten auf Autobahnen oder Schnellstraßen Ausnahmen von den Geschwindigkeitsbeschränkungen des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L). Voraussetzung ist, dass auf Hinweisschildern ausreichend darauf aufmerksam gemacht wird.

Verpflichtende Geräusche bei E-Fahrzeugen: Ab Juli müssen neu genehmigte E-Fahrzeuge bis 20 km/h Geschwindigkeit mit einem akustischen Fahrzeugwarnsystem ausgerüstet sein. Es soll unterschiedliche Geräusche fürs Beschleunigen und Bremsen geben. Eine Nachrüstung für bestehende Elektrofahrzeuge ist nicht vorgesehen.

Sachbezug für Dienstwagennutzer: Ab kommenden Jahr darf ein neuer Dienstwagen nur mehr maximal 121 Gramm CO2 je Kilometer emittieren, damit der geringere Sachbezugswert von monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten bei uneingeschränkter privater Kilometerleistung zu versteuern ist. Andernfalls sind es monatlich 2 Prozent. Hierbei sind auch im kommenden Jahr die NEFZ-Werte heranzuziehen.

Führerscheinprüfung: Wer bei der Führerscheinprüfung schummelt und erwischt wird, darf erst nach neun Monaten erneut antreten. Dies wurde notwendig, weil immer öfter Prüflinge mittels Minikamera und Headset unerlaubt Hilfe in Anspruch nahmen. Die Prüfung in türkischer Sprache ist nicht mehr möglich.