Auch über die neue Linzer Brücke fährt wieder der Zug drüber

Land und Bund einig über Finanzierung von Stadtbahn und 1-2-3-Ticket

Noch ist die neue Donaubrücke öffentlich nicht begeh- und befahrbar, aber das soll im Herbst der Fall sein. Mittelfristig werden auch zwei Stadtbahnlinien die Donau an dieser Stelle queren, Land und Bund haben dafür jetzt die Weichen gestellt.
Noch ist die neue Donaubrücke öffentlich nicht begeh- und befahrbar, aber das soll im Herbst der Fall sein. Mittelfristig werden auch zwei Stadtbahnlinien die Donau an dieser Stelle queren, Land und Bund haben dafür jetzt die Weichen gestellt. © Stadt Linz

Sie ist neu, doch der alte Name Eisenbahnbrücke könnte bleiben: Denn so wie es aussieht, fährt in absehbarer Zeit eine Stadtbahn über das Bauwerk, das im Herbst für den Verkehr freigegeben werden soll.

Am Freitag werden die Details über den „zukunftsweisenden Mobilitätspakt“, auf den sich Bund und Land OÖ nach längeren Verhandlungen geeinigt haben, präsentiert. Dieser schließt auch das 1-2-3-Ticket mit ein.

Grundsätzlich, so berichtete am Donnerstag auch OÖN-online, kommt der Bund für die Hälfte der Stadtbahn-Kosten auf, die anderen 50 Prozent berappen Land und Stadt Linz, wobei das Land für 85 Prozent und die Stadt für 15 Prozent des Projekts aufkommen. Die entsprechenden Beschlüsse gibt es auf Landes- und Stadtebene.

„Die Stadtbahn ist ein zentrales Projekt für den Standort Oberösterreich“, hatte LH Thomas Stelzer Anfang des Jahres gemeint, als der einstimmige Grundsatzbeschluss des Landes aus dem Jahr 2017 in der Landesregierung aktualisiert wurde.

Konkret geht es einerseits um die Durchbindung der Mühlkreisbahn als Stadtbahn zum Hauptbahnhof, andererseits wird eine neue Bahn über die Kepler-Uni nach Gallneukirchen und Pregarten realisiert.

Die Gesamtkosten sollen sich in der ersten Phase auf 600 Millionen Euro belaufen, seitens des Landes werden die notwendigen Finanzmittel durch den Oberösterreich-Plan bereitgestellt. Die Stadt Linz hat zugunsten der Stadtbahn die Pläne für eine neue Straßenbahnachse aufgegeben, dafür kommen die O-Bus-Linien 47 und 48.

Beitrag zum Klimaschutz

„Investitionen in den öffentlichen Verkehr sind nachhaltige Zukunftsinvestitionen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so LH Stelzer, für den „dieses Jahrhundertprojekt“ ein „infrastruktureller Meilenstein“ für den oberösterreichischen Zentralraum ist.

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