Auch „zweiter Anzug“ erfüllt die Prinzipien

Erster Punkteverlust, aber LASK blieb trotz Rotation im siebenten Saisonspiel unbesiegt

Der LASK: Eine verschworene Einheit, dem auch der „zweite Anzug“ gut passt.
Der LASK: Eine verschworene Einheit, dem auch der „zweite Anzug“ gut passt. © APA/EXPA-Eisenbauer

Gegen die Admira (1:0) waren es sechs Spieler, am Samstag gegen Aufsteiger WSG Tirol gleich acht frische Kräfte, die Ismael im Vergleich zum Europacupmatch unter der Woche in die Startaufstellung hievte. „Normalerweise ist das zu viel“, grinste Ismael nach dem 1:1. Auch wenn dies im siebenten Pflichtspiel unter dem gebürtigen Franzosen den ersten Punkteverlust darstellte, war er dennoch sehr zufrieden. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gesehen, das hat Spaß gemacht“, so Ismael. Das Risiko, mit Blickrichtung Play-off-Duell in der Champions League am Dienstag (21 Uhr) gegen den FC Brügge fast komplett durchzuwechseln und auf die jüngste BL-Mannschaft (Durchschnitt 23 Jahre) des LASK aller Zeiten zu setzen, hat sich demnach bezahlt gemacht. „Die Jungs haben das gut umgesetzt“, bestätigte der 43-Jährige. Die Idee dazu sei ihm schon in der Vorbereitung gekommen, als er in den Tests stets pro Halbzeit zwei verschiedene Teams aufgeboten hatte. Unter anderem gegen Sparta Prag (1:0). „Da hatte ich das Gefühl, dass, egal, wer auf dem Platz war, unsere Prinzipien umgesetzt wurden“, erklärte Ismael. Ja, auch der „zweite Anzug“ sitzt.

Ärger über Effektivität, keinen Elfer, gelbe Karte

Lediglich mit der Effektivität seiner Schützlinge war er ob einiger verpasster Möglichkeiten nicht happy. So vergaben Raguz (9., 42., 52.), Sabitzer (16., 70.), Trauner (45.+2), Müller (75.) und Frieser (86.) gute Chancen, lediglich Wiesinger traf nach einem Eckball von Michorl (81.). Auch einen nicht gegebenen Elfer (gegen Raguz) in Hälfte eins bemängelte er, trotzdem sprach Ismael „am Ende des Tages von einem gerechten Unentschieden“. Denn die Tiroler setzten gekonnt einige Nadelstiche, wie das 0:1 durch Dedic (44.). Auch, dass er selbst für eine etwas heftigere Reaktion die gelbe Karte sah, ärgerte Ismael: „Die kam zu schnell, Emotionen gehören doch zum Fußball.“

Danach richtete sich der Blick aber schon wieder nach vorne.

Internationale Trikots

Der Fokus gilt nun dem FC Brügge, der in seiner Generalprobe gegen Eupen (0:0) ebenfalls über ein Unentschieden nicht hinausgekommen ist. Die Belgier hatten ihre Starfelf übrigens nur an drei Positionen verändert. „Ich erwarte ein intensives Spiel auf des Messers Schneide“, so Ismael.

Dieses wird der LASK in weiß in Angriff nehmen, der Verkaufsstart für die internationalen Trikot-Versionen (vorerst aber nur in schwarz/auswärts und rosa/alternativ) erfolgt schon heute.

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