Auf den Spuren eines Mysteriums

Neues Arte-Geschichtsmagazin „Geschichte schreiben“ online und im TV

Diese Detailaufnahme des Grabtuches zeigt angeblich das Gesicht von Christus. Handelt es sich hierbei um einen authentischen Abdruck oder lediglich um ein aufgemaltes Porträt?
Diese Detailaufnahme des Grabtuches zeigt angeblich das Gesicht von Christus. Handelt es sich hierbei um einen authentischen Abdruck oder lediglich um ein aufgemaltes Porträt? © Arte/Les Films d'Ici

Ist auf dem Grabtuch von Turin Jesus von Nazareth zu sehen? Wie kam es dazu, dass das über vier Meter lange Leinentuch verehrt wird, dass der Erzbischof von Turin auf das Bitten von Gläubigen hin das Stück Stoff in der Corona-Pandemie im Fernsehen und im Netz präsentieren hat lassen?

Was hat eine höherer Bedeutung — wissenschaftliche Methoden, die das Mysterium Grabtuch entschlüsseln, gar für null und nichtig erklären, oder der Glaube an einen Beweis der Existenz des Gottessohnes?

17 Minuten widmet der Kultursender Arte dem Phänomen — und erzählt dabei kompakt die Geschichte eines Objekts, das von miteinander verwebten Fäden zu einem großen Rätsel und einem Sinnbild religiösen Glaubens wurde.

Das neue Geschichtsmagazin „Geschichte schreiben“ startet am Samstag um 11.30 Uhr, auch online ist die erste Folge bereits zu sehen. Die Historikerin Bibia Pavard beleuchtet darin die Geschichte der Verhütungsspirale. Am 17. April (9.30 Uhr) widmet man sich dem Grabtuch und der Historiker und Archivar Yann Potin schildert die an Wendungen reiche Geschichte dieses Kultobjekts seit seiner ersten offiziellen Anerkennung im 16. Jahrhundert.

Insgesamt werden zwölf Folgen des erstmals von Historikern moderierten Magazins gezeigt, die Episoden von „Geschichte schreiben“ stehen jeweils eine Woche vor ihrer TV-Ausstrahlung am Samstagvormittag schon in der Arte-Mediathek zur Verfügung und sind dort zwei Monate lang abrufbar.

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In jeder Folge zeigen demnach Historikerinnen und Historiker anhand konkreter Beispiele, wie aus simplen Gegenständen historische Objekte werden. Präsentiert wird die Sendung vom französischen Mittelalter- und Renaissance-Spezialisten Patrick Boucheron.

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