Auf „fliegendem“ Teppich in neue Höhen

ÖSV-Skicross-Elite ging in Windischgarsten neue Wege und bekam heiße Sohlen

FREESTYLE SKIING - OESV, media event

„Es hat schon einige extreme Schmankerl gegeben“, lachte Christina Födermayr, um nur wenige Minuten später am Skiteppich der Ski-Mittelschule Windischgarsten selbst für ein ebensolches zu sorgen.

Anderer Blickwinkel für neue Erkenntnisse

Ja, der ungewohnte, bewegliche Untergrund (bis zu 100 km/h schnell) stellte Österreichs Skicross-Elite vor eine große Herausforderung und praktisch alle machten einmal unliebsame Bekanntschaft mit der harten Indoor-Piste. Die Mühen und Qualen sollen sich aber im WM-Winter lohnen.

An drei Tagen standen jeweils drei Mal 20 Minuten Technik-Training und „Schule-fahren“ auf der 12,5 x 6,75 m großen Rampe (9 bis 20 Grad Neigung) für jeden am Programm. „Für uns ist das im Zuge der Vorbereitung sehr wichtig, es beleuchtet gewisse Bewegungsmuster von einem anderen Winkel“, betonte der neue Sportliche Leiter im Ski Cross, Markus Gutenbrunner.

Der 48-jährige Liebenauer bildet übrigens mit Trainer Lukas Inselsbacher (31) und den Athleten Födermayr (21), Andrea Limbacher (33), Johannes Rohrweck (31) und Daniel Traxler (28) die starke OÖ-Weltcup-Abordnung in der Sparte der „wilden ÖSV-Hunde“.

Und wie fühlt sich das „Fahren“ auf dem Skiteppich an? „Die Sohlen brennen“, schmunzelte Traxler. „Wie eine eisige Skipiste“, meinte Teamküken Födermayr. „Es kommt dem Skifahren nahe, ist aber nicht dasselbe“, ergänzte Rohrweck.

Der Trainingslehrgang in Windischgarsten stellt für ihn den verspäteten Start in die Vorbereitung dar, weil er den ÖSV-Kurs im Montafon wegen einer Covid-Infektion auslassen musste.

Zehn Kilo mehr für den großen Coup

Trotzdem soll 2023/24 sein Jahr werden. „Ich gehe auf den Sieg im Gesamtweltcup los und von der WM (in Georgien/Anm.) will ich mit Metall heimfahren“, steckt sich der Großraminger die Ziele bewusst ganz hoch.

Zehn Kilo mehr an Muskelmasse im Vergleich zu vor zwei Jahren hat er sich antrainiert — und damit entsprechendes Durchsetzungsvermögen. Das will heuer auch Traxler wieder beweisen, nachdem ihn vor der letzten Saison ein Bandscheibenvorfall außer Gefecht gesetzt hatte.

Limbacher verpasste den Lehrgang im heißen Windischgarsten wegen einer Covid-Erkrankung.

Von Tobias Hörtenhuber

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