Auf Sturm „Petra“ folgt „Sabine“

Meteorologen erwarten in Oberösterreich Windspitzen bis zu 100 km/h

Touristen kämpften am Sonntag im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt gegen die Windböen an. © dpa/März

Nach dem Sturmtief „Petra“ Anfang vergangener Woche droht jetzt erneut ein Sturm über Oberösterreich hinwegzufegen.

Es zieht über Deutschland nach Österreich und kann sogar Orkanstärke erreichen.

Teilweise zweithöchste Warnstufe

Im Land ob der Enns wird „Sabine“ heute im Laufe des Vormittags erwartet, Windspitzen bis zu 100 km/h seien erneut zu befürchten, sagt Meteorologe Josef Haslhofer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Mit den stärksten Boen rechnen die Experten um die Mittagszeit. Dazu gibt es Regen- und Graupelschauer. Auch Gewitter sind möglich. In Teilen Ober- und Niederösterreichs, aber auch im nördlichen Vorarlberg, in Nordtirol und im Salzburger Flachgau wurde die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Die Stadt Salzburg sperrt heute Friedhöfe, Parks und den Zoo in Hellbrunn aus Sicherheitsgründen.

„Sabine“ bleibt auch am Dienstag in den Ostalpen wetterbestimmend. Besonders über den Bergen und an der Alpennordseite bläst der Westwind immer wieder kräftig. Meteorologe Haslhofer rechnet mit ähnlichen Auswirkungen wie nach dem Sturmtief „Petra“.

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Bevor das neue Sturmtief Oberösterreich erreicht, hat es in Teilen Europas zu ersten Ausfällen und Verzögerungen im Bahn- und Flugverkehr geführt. In Großbritannien wurden für Sonntag Dutzende Flüge abgesagt oder verspäteten sich. Die britische Eisenbahngesellschaft riet Fahrgästen von nicht unaufschiebbaren Zugreisen vorerst ab. Lufthansa und Eurowings strichen Flugverbindungen nach Brüssel. Auch in Frankreich warnte der Wetterdienst vor Überschwemmungen und Sturmschäden.

In Deutschland wurde der Bahn-Fernverkehr nach und nach eingestellt. Zudem fielen mehrere Veranstaltungen dem im Norden Europas genannten Orkan „Ciara“ zum Opfer. So musste am Samstag die frisch gekürte Europäische Kulturhauptstadt Galway in Irland ihre letzten Auftaktveranstaltungen absagen. In London fiel ein Zehn-Kilometer-Lauf mit erwarteten 25.000 Teilnehmern aus. Und in Deutschland wurde etwa das Fußballspiel Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln abgesagt.

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