Aufholbedarf bei Digitalisierung

Unternehmen sind auf technischen Wandel noch zu wenig vorbereitet

56 Prozent der 200 befragten österreichischen Betriebe glauben einer aktuellen Umfrage zufolge nicht, dass Roboter für sie in Zukunft relevant werden
56 Prozent der 200 befragten österreichischen Betriebe glauben einer aktuellen Umfrage zufolge nicht, dass Roboter für sie in Zukunft relevant werden © Söllner - stock.adobe.com

Österreichs Unternehmen haben im Bereich der Digitalisierung noch Aufholbedarf. Das zeigt der aktuelle Festo Trendbarometer, bei dem 200 Unternehmen zu ihrer aktuellen Stimmungslage befragt wurden. „Die Ergebnisse sind aus unserer Sicht alarmierend: Den Unternehmen geht es gut, die Auftragslage ist stabil, man will wachsen. Aber neue Technologien und die damit verbundenen Veränderungen im Unternehmensalltag sind oft noch Fremdworte“, fasst Rainer Ostermann, Manager bei Festo Österreich die Ergebnisse zusammen. Die Hälfte (47 Prozent) der befragten Unternehmen sehen zwar durch neue Technologien Einsparpotenziale, 56 Prozent der Betriebe glauben aber nicht, dass Roboter für sie sehr oder eher relevant werden. 63 Prozent der Betriebe gaben an, sich nicht für die Vorteile von Big Data oder künstlicher Intelligenz zu interessieren. „Die Industrie muss ihre 4.0 Startposition verlassen. Industrie 4.0 muss wesentlich stärker in den Fokus rücken. Nur so bleibt der Wirtschaftsstandort stabil und attraktiv“, appelliert Ostermann. „Nur ‚ready‘ sein“ reiche nicht mehr aus. Während hierzulande noch über Robotik oder künstliche Intelligenz nachgedacht werde, befänden sich Märkte wie die USA oder China schon in der Umsetzungsphase.

Auch eine von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie unter 1100 KMU ortet bei den Kein- und Mittelunternehmen bezüglich Digitalisierung Aufholbedarf. Beim Digitalisierungsindex (Skala von 0 bis 100), der den Digitalisierungsgrad eines Betriebes misst, erreichten mehr als die Hälfte der Unternehmen lediglich einen Wert von unter 30 Punkten. Kein einziger der befragten Betriebe hat die 60-Punkte-Marke überschritten. Der Durchschnitt lag bei 27 Punkten.

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