Aufklärungsbedarf bei den Steyrer Impflisten

Stadt führt jetzt eine „vertiefende Prüfung“ durch

ÖVP-Stadtparteiobfrau Judith Ringer
ÖVP-Stadtparteiobfrau Judith Ringer © ÖVP/Botagraph

Ganz so astrein, wie seitens der Stadtverantwortlichen ursprünglich dargestellt, sind die Corona-Impfungen in den Steyrer Alten- und Pflegeheimen offenbar nicht abgelaufen.

Zwar existiert laut Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) eine ominöse Impf-Anmeldeliste für Verwandte von Stadtmitarbeitern nicht, aber, so Hackl in einer Aussendung: Es haben sich bei einigen geimpften Personen Zweifel ergeben, ob deren Impfungen entsprechend den Vorgaben gerechtfertigt waren.

Die von den Verantwortlichen eingeforderten sachlichen Begründungen würden derzeit einer „vertiefenden Prüfung unterzogen“, hieß es seitens der Stadt.

Auf „lückenlose Aufklärung“ der Causa drängt jedenfalls die Steyrer ÖVP-Stadtparteiobfrau Judith Ringer. Die Verantwortlichen seien „gefordert, die Dinge schnellstmöglich klarzustellen, damit kein weiterer Unmut in der Bevölkerung entsteht“, so Bundesrätin Ringer. Sie will wissen, wer geimpft wurde, wer für die Impfungen zuständig ist und wie die Impfstrategie der Stadt Steyr aussieht.

Vorprüfung der Listen

Laut Bürgermeister Hackl gibt es für die Verantwortlichen Konsequenzen, wenn sich bei der vertiefenden Prüfung herausstellt, dass nicht impfberechtigte Personen in die Impflisten aufgenommen wurden.

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Er habe „null Verständnis für Fehlleistungen in einem derart sensiblen Bereich“, betont der Bürgermeister. Eine administrative Konsequenz gibt es bereits: Künftig müssen alle Impflisten unter Wahrung des Datenschutzes der Magistratsdirektion zur Vorprüfung vorgelegt werden.

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