Aufschrei nach Vergewaltigungen in Pakistan

Die Vergewaltigungen einer Mutter und ihrer vierjährigen Tochter haben in Pakistan zu einem Aufschrei geführt. Demonstranten zogen nach dem Gewaltverbrechen durch die Straßen der Stadt Kashmore in der südlichen Provinz Sindh, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die Vergewaltigungen wurden der Polizei zufolge am Mittwoch angezeigt. Ein Verdächtiger sei bereits verhaftet worden, nach einem weiteren Mann werde noch gesucht.

Mutter und Tochter seien vergewaltigt und gefoltert worden, nachdem die Frau aus der Metropole Karachi mit einem Jobangebot in die Stadt Kashmore gelockt worden sei. Die Vierjährige werde noch im Krankenhaus behandelt, hieß es von der Polizei.

Pakistans Menschenrechtsministerin Shireen Mazari sprach auf Twitter von einem schrecklichen Vergewaltigungsfall und einer „bestialischen Denkweise“. Sie forderte eine strikte Durchsetzung des Gesetzes. Aktivisten, Politiker und Prominente verurteilten die Tat.

Bereits im September hatte die Vergewaltigung einer Frau auf einer Schnellstraße in der Nähe der östlichen Stadt Lahore zu einem landesweiten Aufschrei gesorgt. Besonders empört hatten damals Aussagen eines Polizeichefs, der die Frau für die Gewalttat mitverantwortlich machte.

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