Aufstieg in Elite-Liga überstrahlt Schwächen

Fußball-Teamchef Foda warb nach 1:1 gegen Norwegen um Verständnis: „Keine Maschinen“

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Dennoch herrschte danach mehr Ernüchterung als Feierlaune, zu schlecht war der Auftritt gegen eine norwegische Not-Elf. Danach warb Teamchef Franco Foda aber um Verständnis für seine Spieler.

„Bei dem einen oder anderen hat man gespürt, dass die Frische fehlt“, erklärte der Deutsche. Dadurch seien auch die enttäuschenden Leistungen in dieser Länderspielserie gegen Luxemburg, Nordirland und eben Norwegen erklärbar: „Da merkt man beim Spiel gegen den Ball oder in der Rückwärtsbewegung, ob die Spieler noch Dynamik haben oder nicht.“

Dazu kam die psychologische Situation, in der der frisch zusammengewürfelte, qualitativ trotzdem gute Gegner nur gewinnen, sein Team jedoch nur verlieren konnte. „Ich weiß, dass sie alle in der Bundesliga spielen und Woche für Woche mit solchen Situationen konfrontiert sind. Aber sie sind nur Menschen, keine Maschinen“, betonte der 54-Jährige.

„Müssen vielleicht doch mehr rotieren“

Foda zeigte aber auch Verständnis für Kritik. „Dieser Lehrgang war vom spielerischen Niveau her von dem, was wir uns vorstellen, nicht auf dem höchsten Level“, gab der Teamchef zu. „Insgesamt war es kein ganz großes Spiel von uns, doch wir haben letztlich unser Ziel erreicht.“ Von mehr Offensivkräften auf dem Feld, die dem Spiel gut täten, wollte Foda wieder einmal nichts wissen.

Eine Lehre hat er aber doch gezogen: „Damit die Automatismen besser funktionieren, wollte ich die Mannschaft nicht komplett umkrempeln. Die Erkenntnis ist, dass wir vielleicht doch mehr rotieren müssen, wenn die Spieler überstrapaziert sind.“

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Die Spieler schwankten ebenfalls zwischen Selbstkritik und Vorfreude auf die Elitegruppe: „Wir hadern selber mit uns. Wir haben es wieder einmal nicht geschafft, ein gutes Spiel zu machen. Wir wissen selber nicht, warum das so ist. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft“, meinte Abwehrchef Martin Hinteregger. Aber die Aussicht auf Topgegner stimmte versöhnlich: „Der Aufstieg ist ein Riesenziel gewesen, weil dann noch härtere Spiele warten“, so Kapitän Julian Baumgartlinger.

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