Augen sind besonders gefordert

Von den Augen wird derzeit Höchstleistung gefordert. Eigentlich sind sie es gewohnt, dass sie beim Blick in die Ferne entspannen können, doch dieser ist in Zeiten von sozialer Isolation in den eigenen vier Wänden nur beschränkt möglich. Wie man dem Sehorgan jetzt Gutes tun kann, erklären die oberösterreichischen Augenoptiker und Optometristen.

In Zeiten von Home-Office wird von den Augen absolute Höchstleistung gefordert. Die Oberösterreichische Landesinnung der Augenoptiker/Optometristen gibt Tipps, wie man unter den derzeit erschwerten Bedingungen daheim den Durchblick bewahrt.

„Unsere Augen sind dafür gebaut, den Blick über unterschiedliche Distanzen schweifen zu lassen, fern und nah, und sie funktionieren am besten bei ausreichendem und natürlichem Licht“, erklärt der Landesinnungsmeister Peter Gumpelmayer.

Durch die Isolation und das Home-Office haben die Augen derzeit wenig Möglichkeiten, sich zu entspannen. Die Wege zu und von der Arbeit, tägliche Erledigungen, Treffen mit Bekannten und so manche sportliche Betätigung fallen aus.

Stattdessen sitzen viele vorne übergebeugt vor einem Laptop. „Das sind schlechte Bedingungen, nicht nur für die Körperhaltung, sondern gerade auch für das Sehorgan“, sagt der Experte.

Die Landesinnung empfiehlt daher folgende Maßnahmen, um trotz allem die Augen fit zu halten und gesund zu bleiben:

Brillenhygiene beachten

So wie die Hände gewaschen, müssen auch Brillen regelmäßig und gewissenhaft geputzt werden. Für Kontaktlinsen gilt: Reinigungs- angaben und Tauschintervalle unbedingt einhalten. Keinesfalls sollte man von anderen Personen Brillen oder Kontaktlinsen ausborgen.

Home-Office augengerecht einrichten

Die verordnete Bildschirmbrille sollte auch daheim getragen werden. Wie im Büro sollten alle Vorgaben für die Bildschirmarbeit berücksichtigt werden, wie etwa die Entfernung zum Bildschirm, die aufrechte Körperhaltung und die ausreichende Beleuchtung: Das Licht sollte von der Seite auf den Arbeitsplatz einfallen.

Blickwechsel und Tageslicht

Derzeit verbringt man weniger Zeit im Freien. Umso wichtiger ist es, den Augen Tageslicht und den Wechselblick auf unterschiedliche Entfernungen zu bieten. Das kann trainiert werden, indem man bewusst mehrmals täglich den Blick aus dem Fenster schweifen lässt und dabei mehrmals hintereinander Objekte in der Ferne (z B. Wolken) und solche in der Nähe anfokussiert. Ein Augentraining ist übrigens auch in den Innenräumen möglich. Die Muskulatur wird etwa besonders effizient gestärkt, in dem man mit den Augen rollt. Mehrmaliges starkes Blinzeln sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit in Schwung kommt. „Gerade bei der Computerarbeit tendieren die Menschen dazu, zu selten zu blinzeln, die Augen trocknen dadurch aus“, weiß Gumpelmayer.

Fenster auf

Gut belüftete Innenräume sind wichtig, um trockenen und gereizten Augen vorzubeugen. Temperaturen von 21 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 45 – 50 Prozent sind zu empfehlen.

„Als Augenoptiker und Optometristen liegt uns das gute Sehen der Österreicher am Herzen. Es ist wichtig, gerade in Ausnahmesituationen das Wohlbefinden nicht buchstäblich aus den Augen zu verlieren. Wer darauf achtet, seinen Augen auch in diesen Tagen etwas Gutes zu tun, trägt zur eigenen Gesundheit bei“, so der Landesinnungsmeister.

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