Aurora Orchestra: Music of the Spheres

Sich nach der römischen Göttin der Morgenröte zu nennen, sagt schon etwas aus über die Besonderheit eines britischen Kammerorchesters aus jungen Musikern mit Sitz in London.

Es wurde von Dirigent Nicholas Collon gegründet, der sich schon bei renommierten Orchestern einen Namen machen konnte und auch solistisch für mehrere Instrumente ausgebildet wurde. Für das Aurora Orchestra pflegt er ein breit gefächertes Repertoire zu erarbeiten.

Seine Konzerte wurden rasch bekannt durch kreative Programmierungen, mischen klassische Sinfonien mit zeitgemäßen Werkkombinationen. Was aber am meisten auffällt und für das Format der Orchestermitglieder spricht, ist deren Beherrschung des Auswendigspielens bei Konzerten.

Nun legt das Aurora Orchestra eine CD vor, „Music of the Spheres“ genannt, was bei einer Mischung von Mozart und dem Zeitgenossen Max Richter (54) mit dem Stück „Journey“ und Arrangements von David Bowie und einem Violinkonzert von Thomas Adès gar nicht so weltfremd anmutet. Für das Crossover ausgerechnet die „Jupiter“-Sinfonie zu wählen, Mozarts letzte Sinfonie mit ihren Form- und Ausdrucksansprüchen, schien vorerst nicht so ideal zu sein, aber der titelgebende Göttervater durfte seine elementare und weise Kraft auch einmal ohne zuckende Blitze klanggelungen einsetzen.

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