Aus für Pensionsbeiträge bei den Alterspensionisten

Seniorenbund drängt auf auf Umsetzung des Regierungsprogrammes

Der Seniorenbund macht sich jetzt für jene rund 33.000 Personen stark, die trotz Bezugs einer Alterspension weiterarbeiten. Konkret fordern Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec und Landesobmann Josef Pühringer, dass die Pensionsbeiträge bei Arbeit in der Alterspension abgeschafft werden, wie das auch im Regierungsprogramm vorgesehen ist. Begründung: „Die zusätzliche Pension aus längerer Tätigkeit steht in keinerlei Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen — da kommt einfach zu wenig an Zusatzpension heraus“, so Landesobmann Pühringer. Laut Darstellung der Seniorenbund-Vertreter würde eine Abschaffung dieser Beiträge aber nicht nur dem Einzelnen mehr netto aufs Konto bringen, sondern sich auch gesamtwirtschaftlich positiv auswirken. So würden Menschen, die in der Pension weiter erwerbstätig sind, in der Regel länger gesund und fit bleiben und weiterhin Steuern und Beiträge zur Krankenversicherung ins System einzahlen. Und: Wer durchs Einzahlen ins System einen wichtigen Beitrag zur Generationengerechtigkeit leiste, dürfe nicht länger draufzahlen.

Bis zu 145 Euro mehr

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Pühringer und Korosec rechnen an einem Beispiel vor, wie sich die Abschaffung der Pensionsbeiträge auswirken würde. Bleiben jemandem, der 1000 Euro verdient, nach Abzug aller Steuern und Abgaben zwischen 326 und 378 Euro, so wären es ohne Pensionsbeitrag um 125 bis 145 Euro oder rund 38 Prozent monatlich mehr.

Seitens des Seniorenbundes freut man sich zwar, dass die Abschaffung im Regierungsprogramm festgeschrieben ist, aber: „Jetzt fordern wir die rasche Umsetzung dieses Vorhabens, denn erst dann haben die Betroffenen wirklich Vorteile. Solange es nur am Papier steht, ist es zwar eine ‚löbliche Absicht‘, aber es zählt die Tat“, betonen Präsidentin Korosec und Landesobmann Pühringer.