Aus Kika wird im Osten XXXLutz

Welser Möbelkette kaufte 22 Standorte von Eigentümer Signa

Große Übernahme: Aus 22 Kika-Standorten im Osten werden Filialen von XXXLutz.
Große Übernahme: Aus 22 Kika-Standorten im Osten werden Filialen von XXXLutz. © Kika

Das Karussell im Möbelhaus-Geschäft dreht sich wieder: Die Welser Möbelkette XXXLutz übernimmt die Osteuropa-Filialen seines Mitbewerbers Kika.

22 Kika-Einrichtungshäuser in Ungarn, Tschechien, Slowakei und in Rumänien wechseln damit den Eigentümer. Neben dem operativen Handelsgeschäft mit rund 1500 Mitarbeitern gehen auch die 22 dazugehörigen Immobilien an XXXLutz.

Signa will Geld nutzen

Verkäufer ist die Signa-Gruppe von Star-Investor Rene Benko, der die Kika/Leiner-Gruppe nach den Steinhoff-Turbulenzen 2018 übernommen hatte. Der erzielte Kaufpreis, über den keine Angaben gemacht wurden, soll in die Modernisierung der bei der Signa verblieben Kika/Leiner-Häuser in Österreich investiert werden.

„Uns war von Beginn an wichtig, dass die Zukunft von Kika/Leiner in Österreich langfristig gesichert ist und wir als österreichisches Traditionsunternehmen wieder eine nachhaltige Perspektive haben“, betont Signa-Geschäftsführer Christoph Stadlhuber den Fokus auf den Heimatmarkt.

Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen schon bisher einen dreistelligen Millionenbetrag in das Stammgeschäft von Kika/Leiner in Österreich investiert. Signa hatte insgesamt 46 Kika/Leiner-Filialen vom südafrikanischen Steinhoff-Konzern gekauft, der nach Bilanzskandalen 2018 kurz vor der Zahlungsunfähgkeit gestanden war.

Lutz eine globale Größe

Mit dem Zukauf steigt die Zahl der XXXLutz-Standorte auf mehr als 300 Einrichtungshäuser in zwölf Ländern. Laut XXXLutz-Unternehmenssprecher Thomas Saliger ist es das Ziel, in jedem Land die Nummer 1 zu sein. XXXLutz ist mittlerweile der zweitgrößte Möbelhändler der Welt.

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