Mit Neuzugang und „Mamma Nyman“ ins Final 4

Judo: UJZ Mühlviertel ist trotz Allerstorfer-Comeback nur Außenseiter

Daniel Allerstorfer ist das Mühlviertler Ass im Ärmel.
Daniel Allerstorfer ist das Mühlviertler Ass im Ärmel. © Christian Fidler

Wer kennt ihn nicht, den berühmten ABBA-Hit „Mamma Mia“. Für das Judo-Final-4 in der Bundesliga am Samstag in Gmunden (ab 13 Uhr) wird dieser von den Fans des UJZ Mühlviertel wieder einmal in „Mamma Nyman“ umgedichtet. Die Mutter des kämpfenden Ex-Europameisters Marcus Nyman, die immer wieder mit diesem Song gefeiert wird, wird diesmal extra eingeflogen und ist sogar bei der Fahnfahrt mit dem Bus dabei, um ihren Sohn zu unterstützen. Der Schwede hatte seine internationale Karriere nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio eigentlich beendet, arbeitet mittlerweile als Lifttechniker, kämpft aber in der Bundesliga für die Mühlviertler.

Gleiches gilt für Daniel Allerstorfer. Nach seinem doppelten Bandscheibenvorfall im Nacken sowie einigen Einsätzen auf der World Tour hat der 25-Jährige alle bisherigen Saisonpartien verpasst. „Es spricht für unser Team, dass wir uns ohne unseren wichtigsten Kämpfer dennoch für das Final Four qualifiziert haben. Dass er jetzt mit dabei ist, ist so, als hätten wir einen Neuzugang bekommen“, sagte Trainer Martin Schlögl.

Ändert aber nichts daran, dass sein Team im Halbfinale gegen Titelverteidiger Galaxy Tigers Wien krasser Außenseiter ist. Auch, weil die Legionäre Dominik Druzeta und Toma Nikiforov mit einem Kreuzbandriss ausfallen, Joakim Dvärby beim Grand Prix in Den Haag weilt, für den Allerstorfer vom heimischen Verband wegen des Final-4-Turniers Startverbot erhielt. „Wir haben heuer überhaupt nichts zu verlieren, wir feiern jeden Punkt“, sagte der 130-kg-Kämpfer.

cg