Austria, St. Pölten und Admira wollen Sorgen verkleinern

Während in den Club-Gremien weiter an der Vermeidung des finanziellen Kollaps gearbeitet wird, will die Austria die Sorgen auf dem Spielfeld vergessen machen. Gegen die SV Ried haben die um die Lizenz bangenden „Veilchen“ am Dienstagabend (20.30 Uhr) daheim den dritten Sieg im vierten Auftritt in der Quali-Gruppe im Visier. Noch viel realer geistert das Abstiegsgespenst durch St. Pölten, das in Hartberg bestehen muss und bei der punktegleichen Admira, die nach Altach reist.

Der Abstieg auf sportlichem Weg wäre für die Austria mit einem Sieg wohl endgültig gebannt – unabhängig vom Ausgang der beiden anderen Partien, die bereits um 18.30 Uhr angepfiffen werden. Die Innviertler sind unter Andreas Heraf aber noch ungeschlagen. Peter Stöger sah schon an Wochenende „ein wichtiges Signal nach außen“. Den 2:1-Sieg gegen Nachzügler St. Pölten bejubelten die Austrianer fast überschwänglich. Stöger gab an, sich schon lange nicht mehr so über einen Erfolg gefreut zu haben. „Ich bin zu lange dabei, dass ich weiß, welche Mechanismen sonst ins Laufen kommen“, meinte er zwei Tage später.

Auch gegen Ried ist es vorerst wichtig, den Abstand zum Tabellenende größer werden zu lassen. Die Austria liegt als Achter derzeit zwei Punkte hinter Spitzenreiter Hartberg bzw. acht vor St. Pölten und Schlusslicht Admira. Personell bleibt die Austria aufgrund einiger erkrankter Spieler dünn besetzt. Benedikt Pichler sitzt das letzte Spiel seiner Sperre ab, Georg Teigl kehrt nach einer solchen zurück. Auch Aleksandar Jukic soll wieder dabei sein.

Abseits des Spielfelds arbeiteten die Entscheidungsträger der Austria indes an der Zukunft des Vereins. Eine Gruppe der „Freude der Austria“ soll die Lizenz mit ihren Geldern ermöglichen.

Schwierig wird es für St. Pölten bei Hartberg, das die Tabelle anführt und auch bis zum Schluss auf dieser Position bleiben will. „Es ist noch lange nicht vorbei“, war SKN-Coach und Sportchef Georg Zellhofer um Ruhe bemüht. Gegen Hartberg, „das dominanteste Team der Qualigruppe“, gehe es um „Bonuspunkte“. „Vielleicht können wir das Spielglück auf unsere Seite holen“, hoffte der 60-Jährige.

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Hartberg misslang mit dem 2:3 in Ried zwar der Start in die Qualigruppe, die 1:0-Siege über Austria und die Admira haben den Steirern aber wieder Auftrieb gegeben. „Wir dürfen nicht glauben, dass alles super ist“, warnte Markus Schopp dennoch. „Wir haben noch sehr viel Luft nach oben“, sagte Schopp.

Auch in Altach geht es um „big points“. Mit einem Sieg können sich die Vorarlberger bereits um sieben Punkte vom Schlusslicht aus Niederösterreich absetzen. „Wir können viele Dinge noch gutrücken in dieser Saison. Die Admira ist ein Gegner, den wir zuhause schlagen möchten“, stellte Trainer Damir Canadi klar.

Für die Niederösterreicher wird es nach dem Auftaktsieg über die punktegleichen St. Pöltner und den folgenden Niederlagen gegen Ried und Hartberg langsam eng. „Die Hartberg-Niederlage war ärgerlich, aber unser Blick ist nach vorne gerichtet“, betonte Admira-Coach Damir Buric. „Wir haben jetzt gegen Altach die Chance auf ein positives Erlebnis. Diese Möglichkeit wollen wir unbedingt nützen. Ich würde mir wünschen, dass sich die Mannschaft für ihre guten Trainingsleistungen wieder einmal belohnt.“

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