Austrian Baroque Companie begeisterte in Linz

Die Austrian Baroque Companie in der Ursulinenkirche
Die Austrian Baroque Companie in der Ursulinenkirche © Kulturverein Ursulinenkirche

Wenn Michael Oman, der Intendant der Sommerkonzertreihe „Abendmusik in der Ursulinenkirche“ an der Linzer Landstraße, selber als weltweit gefragter Blöckflötenvirtuose aufspielt, muss man rechtzeitig kommen, um noch einen Platz zu ergattern. Was erwartet die Zuhörerschaft von seiner Austrian Baroque Companie: Explosives Musizieren, prachtvolles Flötenspiel mit barockem Swing in einer Topformation der Originalklänge.

Seit Jahren beeindruckt dieser Ausnahmekünstler mit seiner vollen Energie und ansteckenden Musizierfreude sowohl das Publikum als auch die Presse. Wenn er dann schließlich auch noch fachkundige Künstler wie Florian Brandstetter (Blockflöte), Wolfgang Heiler (Blockflöte und Barockfagott), Daniel Oman (Barockgitarre) und Martina Schobersberger (Cembalo und Orgel) zum Konzert einlädt, gibt es sogar Musik des 15. Jahrhunderts in unvergleichlich schöner Klangqualität im Original zu hören: Marc Antonio Cavazzoni (1480–1559) oder „Consorts“ des musikbegabten Herrschers Henry VIII. (1491–1547); auch vom Römer Diego Ortiz (um 1510 – um 1570) „Drei Ricercadas“ und eine singende „Lerche“ als tirilierendes Flötenstück von Clement Janequin (um 1485–1558). Es entsteht dabei ein ständiges Aufflackern von Überraschungen an Klangkombinationen dieser vier Instrumentalisten.

Im zweiten Teil des Abends dann das 16. Jahrhundert mit Vincenzo Ruffo, Johann Heinrich Schmelzer. Philipp Friedrich Böddecker, Giovanni Baptista Granata und Francois Couperin – ihre Kompositionen stehen als besondere Aufgabenstücke im Programm.

Der heftige Applaus der Zuhörerschaft in der Ursulinenkirche forderte natürlich auch noch ein Zugabenstück, das dann in brillanter Quartettbesetzung erfolgte.

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