BA.4/5-Vakzin ab Samstag in NÖ und OÖ, ab Dienstag in Wien

Als dritter oder vierter Stich für Personen ab zwölf Jahren © APA/THEMENBILD/GEORG HOCHMUTH

Der am Dienstag nach Österreich gelieferte und auf die Omikron-Variante BA.4/BA.5 angepasste Corona-Impfstoff ist ab Samstag in den nieder- und oberösterreichischen und ab kommenden Dienstag in den Wiener Landesimpfzentren verfügbar. Das teilten die beiden Bundesländer am Mittwoch mit. Das Pfizer/BioNTech-Vakzin ist entsprechend der EU-Zulassung als dritte Impfung oder als Auffrischung für Personen ab zwölf Jahren frei auswählbar.

Das gewünschte Vakzin müsse nicht bei der Terminanmeldung angeben worden, hieß es aus dem Büro von Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Für Kinder unter zwölf Jahren und für erste bzw. zweite Impfungen kommt der originale Impfstoff zur Anwendung. Neben dem BA.4/5-Vakzin ist ebenfalls von Pfizer auch der BA.1-Impfstoff weiter erhältlich und vom Hersteller Moderna ebenfalls eine auf BA.1 angepasste Variante.

„Wir rufen nur jeweils so viel Impfstoff ab, wie voraussichtlich gebraucht wird und nicht alles auf einmal“, wurde aus dem Hacker-Büro erläutert. In den vergangenen 30 Tagen ließen sich demnach in Wien jeden Tag durchschnittlich 29 Personen das erste Mal, 36 Personen das zweite, 250 Personen das dritte und 1.116 Personen das vierte Mal impfen. 7,5 Prozent der Wienerinnen und Wiener seien nach der dreiteiligen Grundimmunisierung bereits mit einem vierten Stich aufgefrischt.

In den Impfstellen Niederösterreichs ist der an die aktuell dominanten Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepasste Impfstoff von Pfizer/BioNTech bereits ab Samstag verfügbar. „Es steht ausreichend Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung. Geimpft wird sowohl mit als auch ohne Termin in den neun Landesimpfzentren, den beiden Impfbussen sowie in Hunderten Ordinationen und einigen lokalen Impfstellen“, betonten LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) und Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ).

Der Vorteil dieses neuartigen Impfstoffes sei, dass dieser laut Experten „nicht nur gegen schwere Erkrankungen und dadurch verursachte Spitalsaufenthalte schützt, sondern sogar das Infektionsrisiko für bis zu zwölf Wochen nach der Impfung nachweislich senkt“, erklärte NÖ Impfkoordinator Christof Constantin Chwojka. Mit dem neuen Vakzin ist sowohl die Vervollständigung der Grundimmunisierung (dritte Dosis) als auch die Auffrischung möglich. Vor allem Personen über 60 Jahren sowie Risikopersonen ab zwölf Jahren wird die Auffrischung ab vier Monate nach dem Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen.

Die Erweiterung der Kapazitäten ist kurzfristig über zusätzliche Öffnungszeiten und weitere Impflinien in den Zentren möglich. Darüber hinaus ist der Einsatz zusätzlicher Impfbusse entsprechend dem Impfaufkommen sichergestellt, teilte das Land mit. Die NÖ Landesimpfzentren sind jeweils Mittwoch und Freitag von 14.00 bis 19.00 Uhr, am Samstag von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es auf impfung.at.

In Oberösterreich steht der Variantenimpfstoff ebenfalls bereits ab Samstag, 24. September, zur Verfügung. Das neue Vakzin wird zunächst in allen Landes-Impfzentren angeboten, in der Folge soll es auch bei den Hausärztinnen und Hausärzten zu erhalten sein. „Fürs Erste ist es noch ein kleineres Kontingent, in den kommenden Wochen werden wir aber eine ausreichende Menge dieser Impfstoffe bereitstellen“, empfiehlt LHStv. Christine Haberlander (ÖVP) für die ersten Termine eine Anmeldung. Termine können online unter corona.ooe.gv.at gebucht werden, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Variantenimpfstoffe Pfizer Bivalent BA.1 und Moderna Bivalent BA.1 sind bereits seit 19. September in allen Landes-Impfzentren erhältlich.

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