„Baby-Fireblade“ die Honda CBR650R

Die Honda CBR650R ist die kleine Schwester der CBR1000 Fireblade, die wirklich ein steiles Gefährt ist. Aber auch die „Kleine“ hat es faustdick hinter den Ohren, denn die Sportlerin vermittelt aus ihren vier Zylindern Fahrspaß bis in den roten Bereich.

Von Oliver Koch

Manche Ausdrücke und Bezeichnungen aus der Motorradwelt kennt man auch über diesen Kreis hinaus: Etwa Goldwing, Harley, Katana oder Fireblade. Bei Letzterer handelt es sich um die sportliche Honda, die es auch in „Klein“ gibt und dann auf den Namen CBR650R hört.

Typenschein

Honda CBR650R

Preis: ab € 8590,- inkl. Steuern und Abgaben; Testmotorradpreis € 8590,-
Steuer: € 194,70 jährlich
Garantie: 2 Jahre, mit dem Red Wing Top Service werden unter Einhaltung der Bedingungen 24 Monate Kulanz angehängt
Service: erstes Service nach 1000 km, danach alle 12.000 km

Technische Daten:
Motor: Flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor mit elektronischer Einspritzung, 649 cm³, 70 kW/95 PS bei 12.000 U/min, max. Drehmoment 64 Nm bei 8500 U/min
Getriebe: Sechsgangschaltung
Antrieb: Kette links
Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h
Fahrwerk: Stahlrohrrahmen, Lenkkopfwinkel 25,5°, Nachlauf 101 mm, vorne 41 mm Upside-Down-Telegabel, hinten Monostoßdämpfer, vorne 310 mm Doppelscheibenbremse, hinten 240 mm Einscheibenbremse
Regelsysteme: ABS, HSTC
Sitzhöhe: 810 Millimeter
Gesamtlänge: 2130 Millimeter
Radstand: 1450 Millimeter
Eigengewicht: 207 Kilogramm
Gesamtgewicht: 375 Kilogramm
Tankvolumen: 15,4 Liter
Reifen vorne: 120/70 R17
Reifen hinten: 180/55 R17

Dabei ist die perfekt und hochwertig verarbeitete CBR650R mit ihrem LED-Licht und der fast kabellosen Motorperipherie optisch stark dem aktuellen Superbike, der CBR1000RR Fireblade, angeglichen worden. Dasselbe Rot dient als Grundfarbe, dieselben Farben, Blau und Weiß, werden für das Dekor verwendet.

Der Vierzylinder dröhnt tief, die Sitzposition ist es ebenfalls – ohne jedoch bei längeren Touren (15,4 Liter Super reichen für knapp 400 Kilometer) den Rücken zu malträtieren. Dazu kommen eine souveräne, recht harte Straßenlage und eine leicht beherrschbare, präzise und rasche Sechsgangschaltung.

Die Bremsen agieren defensiv, so dass man sehr entspannt tief in die Kurve hineinbremsen kann. So verzeiht die günstige Baby-Fireblade – 8590 Euro sind äußerst kompetitiv – viele Fehler.

Im Paket inbegriffen ist neben ABS auch eine Traktionskontrolle, denn die 95 PS starke CBR650R – die sich auch drosseln ließe – weckt natürlich sportliche Ambitionen. Diesen wird sie grundsätzlich gerecht; der Vortrieb passt bis in den roten Bereich – allerdings ohne brachiale Vehemenz.

Infos zu Geschwindigkeit, Verbrauch, Reichweite und Tankfüllung bietet die Sportlerin auf ihrem LCD-Display. Große Gimmicks, etwa Blinkerrückstellung, bietet sie nicht; muss sie auch nicht; denn ihr großes Plus ist das Fahrvergnügen.

Fazit: Sporttourer oder Budget-Sportler? Die CBR650R beherrscht beides.

Wie ist Ihre Meinung?