Badespaß ohne Folgen für die Ohren

Zu viel Chlor greift den Säureschutzmantel an – Mit Tropfen vorbeugen

Der Sprung ins kühle Nass kann für die Ohren zum schmerzhaften Problem werden.
Der Sprung ins kühle Nass kann für die Ohren zum schmerzhaften Problem werden. © photog.raph - stock.adobe.com

An heißen Tagen wie diesen verspricht der Sprung ins Wasser eine Abkühlung, allerdings kann er auch eine schmerzhafte Folge für die Ohren haben, eine sogenannte Badeotitis.

Denn gelangen durch das Wasser Krankheitserreger in den Gehörgang, drohen Entzündungen. Wie man sich dagegen schützen kann, verrät Georg Langmayr, HNO-Fachgruppenvertreter in der oberösterreichischen Ärztekammer.

„Entscheidend ist die Qualität des Wassers“, weiß Langmayr. So ist etwa zu viel Chlor in Schwimmbädern schädlich für die Gehörgänge, da der Säureschutzmantel im Ohr angegriffen wird. Das wiederum schwächt den Abwehrmechanismus.

„Da freuen sich die Keime und der äußere Gehörgang kann sich leicht entzünden“, so der Mediziner. Erste Anzeichen auf eine Entzündung sind Juckreiz, Stechen oder auch Rötungen. „Nicht verschreibungspflichtige Schwimm- und Tauchertropfen helfen“, weiß Langmayr. Diese ändern den pH-Wert im Gehörgang von basisch auf sauer. Diese Bedingungen mögen Bakterien nicht und es kommt seltener zu Infekten.

„Wenn man aus dem Wasser kommt, sollte man das Ohr mit einem Taschentuch trocknen“, so Langmayr. Alternativ dazu kann das Ohr auf kühlster Stufe auch trocken geföhnt werden. Sollten Entzündungen auftreten, ist ein Facharzt aufzusuchen.

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