Banner macht sich zukunftsfit

Neuer Standort, neue Agenda – Leondinger stellen Weichen

Vertriebs- und Marketingleiter Franz Märzinger(l.) und kaufmännischer Geschäftsführer Andreas Bawart.
Vertriebs- und Marketingleiter Franz Märzinger(l.) und kaufmännischer Geschäftsführer Andreas Bawart. © Banner

„Wir haben versucht zukunftsfit zu werden“, so Andreas Bawart, kaufmännischer Geschäftsführer beim Leondinger Batterienhersteller Banner über das Geschäftsjahr 2020/21.

Mit 270 Mio. Euro Verkaufserlösen konnte das Unternehmen 2020 im Vergleich zum vergangenen Jahr den Umsatz um zwei Prozent steigern.

Darüber hinaus konnte der Batterienhersteller einen Großauftrag von über 60 Mio. Euro aus den USA und Kanada an Land ziehen.

Fokus auf Blei-Säure

Banner hat außerdem kürzlich einen neuen Standort in Thalheim bei Wels eröffnet, bei dem eine bestehende Halle für die Bereiche Industriebatterien und Stromspeicher umgebaut wurde. Dort wurden 25 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Dieser Sektor mache laut Bawart noch den geringsten Anteil des Umsatzes aus. 25 Prozent der Batterien gehen in die Kfz-Erstausstattung, 65 Prozent in den Ersatzmarkt.

Insgesamt hat Banner 4,1 Mio. Starterbatterien mit Blei-Säure verkauft. Jährlich werden nach eigenen Angaben 10 Mio. Euro in diese Technologie investiert.

Im Zuge seiner Agenda 2030 wolle man dem Marketing- und Vertriebsleiter Franz Märzinger zufolge das Potenzial des Ersatzgeschäftes weiter ausschöpfen.

So wird etwa im Bereich der E-Mobilität die 12-Volt-Batterie für das Bordnetz verwendet. Für die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie sehe sich das mittelständische Unternehmen aber nicht in der Lage.

Zur Neuausrichtung zählt neben der angedachten Expansion außerhalb Europas der Aftermarket. Hierbei will man sich auf hochwertige Batterien konzentrieren, die man auch in LKW findet.

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