Basels Koller gratulierte LASK und haderte mit dem Spielverlauf

Basel-Coach Marcel Koller war nach dem Out enttäuscht, gratulierte aber dem LASK zum Aufstieg. © APA/EXPA-Eisenbauer

Die Enttäuschung war Marcel Koller ins Gesicht geschrieben, als er auf der Pressekonferenz die beiden Europacup-Duelle gegen den LASK bilanzierte. Nach dem 1:2 in Basel setzte es für die Schweizer auch in Linz einen 1:3-Pleite, mit dem Gesamtscore von 2:5 musste sich der FCB den Oberösterreichern beugen. Während die weiter von der Champions League träumen dürfen, müssen sich Koller und Co. definitiv mit der Europa League begnügen.

Von Roland Korntner

“Gratulation dem LASK, er hat den Aufstieg nach zwei Spielen verdient”, so der ehemalige österreichische Fußball-Teamchef vorneweg. Vor allem das erste Duell lag ihm schwer im Magen: “Wir haben im Heimspiel zu wenig gemacht, da waren wir zu schläfrig. Wenn man ins Play-off öchte, wird es schwierig, wenn man es nur im Rückspiel recht gut umsetzt. Wir haben diesmal besser nach vorne gespielt und haben mehr Widerstand gezeigt. Wir hatten die eine oder andere Möglichkeit, schlussendlich hat es nicht gereicht.”

“Hätten Elfer bekommen sollen”

Freilich haderte der 58-Jährige auch ein wenig mit dem Spielverlauf: “Es ist nicht alltäglich, binnen einer Woche zwei abgefälschte Tore zu bekommen”, erinnerte er an die Treffer von Klauss in Basel (zum 2:0) sowie von Ranftl in Linz (zum 1:0). Auch die umstrittene Szene in Halbzeit eins, als Valentin Stocker nach einem Rettungsversuch von Goalie Alexander Schlager zu Fall kam und im Netz landete, erwähnte Koller: “Ich denke, wir hätten auch einen Elfmeter bekommen sollen, der nicht gepfiffen wurde. Summa summarum ist das alles zu viel, um weiterzukommen.”

“LASK hat das gut hingekriegt”

Koller wollte aber keinesfalls als schlechter Verlierer gelten, betonte er sodann die starke Leistung der Hausherren: “Der LASK hat das gut hingekriegt und ist schwierig zu bespielen.” Er verwies diesbezüglich auf “System, Konsequenz und Geschlossenheit”, aber auch auf viel Technik und Ruhe”.

Aufgrund dieser Stärken traut der Schweizer den Linzer auch gegen Brügge eine Überraschung zu: “Es wird natürlich immer enger. Brügge ist eine Top-Truppe. Aber wenn sie so spielen, also kompakt und aggressiv, und das werden sie weiter tun, ist sicher etwas möglich.”

Und ganz zum Schluss zeigte Koller dann auch noch trockenen Humor. Darauf angesprochen, dass er nach dem 0:3 mit Österreich gegen die Elfenbeinküste anno 2012 nun eine zweite bittere Niederlage im Linzer Stadion kassiert hat, meinte er nur: “Das Stadion wird jetzt eh neu gebaut.”

Wie ist Ihre Meinung?