BC Vienna zum zweiten Mal Basketball-Meister

Der BC Vienna ist österreichischer Basketball-Meister der Männer. Die Wiener gewannen am Dienstagabend mit 86:60 (45:38) das vierte Spiel im „best of five“ der Superliga (BSL) bei Titelverteidiger Swans Gmunden und entschieden die Serie mit 3:1 für sich. Sie sicherten sich damit gleichzeitig und erstmals in der Vereinsgeschichte auch das Double. Der nach 2013 nunmehr zweifache Champion hat im Play-off nur ein Spiel verloren.

Die als klarer Favorit in die Meisterschaft gestarteten Wiener wurden ihrer Rolle vollauf gerecht. Lediglich fünf Niederlagen standen bei 37 Auftritten in der Liga zu Buche. In Heimspielen war der neue Meister überhaupt eine beinahe unbezwingbare Macht. In 19 Partien in Wien-Favoriten wurden 18 Siege eingefahren. Bereits Anfang Februar hatten Bogic Vujosevic, Enis Murati und Kollegen in Eisenstadt mit dem erstmaligen Cupsieg den Grundstein zur erfolgreichsten Saison der Club-Geschichte gelegt.

Gmunden kam vor heimischem Publikum nicht so ins Laufen wie zuletzt in Wien-Favoriten. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel sorgte Adin Vrabac mit einem „Buzzer“-Dreier für das 23:18 aus Sicht der Gäste. Der zweite Abschnitt brachte eine kurze Unterbrechung, weil es in die Halle geregnet hatte. Vienna behauptete die Führung, aber die Swans ließen sich nicht abschütteln.

In einem offenen Schlagabtausch kamen die Oberösterreicher nach einem 41:52-Rückstand zu Beginn des dritten Abschnitts zwar noch einmal auf zwei Zähler heran, leisteten sich dann jedoch einige Ballverluste, die Vienna leichte Punkte erlaubten und bis zum Ende des Viertels auf 67:54 davonziehen ließen. Das war bereits die Vorentscheidung. Die letzten zehn Minuten der Saison wurden zum Schaulaufen für die Wiener.

Angeführt vom als „MVP“ der Finalserie ausgezeichneten Nationalteam-Guard Vujosevic (25 Punkte) scorten sechs der sieben eingesetzten Spieler des neuen Meisters zweistellig. Vienna sei „auf jeden Fall“ ein würdiger Champion, gratulierte Richard Poiger, Sportlicher Leiter der Swans. Die Wiener seien „über die Saison gesehen die beste Mannschaft“ gewesen. „Titelverteidiger“ Enis Murati, vor der Saison vom Traunsee an die Donau gewechselt, zeigte sich „unglaublich stolz auf die Mannschaft“. Es sei „etwas Besonderes, den Titel in meiner Heimhalle zu gewinnen“, erinnerte er an seine lange Zeit bei den Swans.

Mit dem vierten Finale ist auch eine Ära im heimischen Basketball zu Ende gegangen. Sky, seit 2005 TV-Partner der Liga (damals noch als Premiere), steigt mit dem zu Ende gegangenen Spiel aus.

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