Bedauern in Hamburg nach Ausladung Lisa Eckharts

Nach der Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhart vom Hamburger “Harbour Front Literaturfestival” hat der Veranstaltungsort Stellung genommen. Der “Nochtspeicher” hatte abgesagt, weil er die Sicherheit von Künstlerin und Publikum gefährdet sah. “Diese Situation ist miserabel, und wir bedauern sie zutiefst”, hieß es auf der Homepage des Clubs.

In der Pressemitteilung berichtete der “Nochtspeicher” von einer Lesung Harald Martensteins im Jahr 2016, die ein “Grüppchen ‘Aktivisten'” sprengen habe wollen und dabei die Gäste gefährdet habe. Angesichts dieser Erfahrung und “nach besorgten Warnungen aus der Nachbarschaft (nicht, wie inzwischen kolportiert, ‘Drohungen’) waren wir uns sicher, dass die Lesung mit Lisa Eckhart gesprengt werden würde, und zwar möglicherweise unter Gefährdung der Beteiligten, Literaten wie Publikum”, hieß es. Daher habe man sich gezwungen gesehen, abzusagen.

Kritik an dem Vorgang kam am Sonntag von IG-Autorinnen-Autoren-Geschäftsführer Gerhard Ruiss. Es stelle sich die Frage, warum Eckharts Auftritt “unmöglich bzw. warum die Sicherheit des Publikums und der Autorin nicht zu garantieren sein sollte?”, so Ruiss in einer Aussendung. “Das mindeste, das man sich vom Hamburger Harbour Front Literaturfestival erwarten kann, ist offenzulegen, was wirklich der Fall war und was es tatsächlich will. Wenn es nicht das Ziel des Veranstalters war, Lisa Eckhart wieder loszuwerden, dann stellt sich die Frage, wie es soweit kommen konnte und was jetzt getan werden kann, um die Situation zu retten.”

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