Bei Hitze das Bett hüten

Auch im Sommer kann man sich – leichter als gedacht – verkühlen und muss mitunter das Bett hüten, während andere die Sonne genießen. Damit Husten, Schnupfen und Heiserkeit keine Chance haben, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Ist die Erkrankung bereits aufgetreten, lässt sich mit Hausmitteln gut gegensteuern.

Schnupfen, Husten, Heiserkeit: Mit diesen Symptomen rechnet man eher im Winter, doch nasse (Bade)-Kleidung und stark klimatisierte Luft führen auch im Sommer rasch zu einer Erkältung.

Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und Atemprobleme, aber auch Übelkeit, Durchfall und Erbrechen können Indikatoren für eine sogenannte Sommergrippe sein. Übeltäter sind nicht Influenza-, sondern Enteroviren, die je nach Art verschiedene Symptome auslösen. Von einer Infektion der Atemwege oder einer Bauchgrippe erholen sich die Patienten rasch wieder, ernstzunehmen sind aber Hirnhautentzündung oder -reizung mit Kopfschmerzen sowie ein Befall des Herzens. Betroffen sind dabei der Herzmuskel und der Herzbeutel.

„Eine Hirnhautentzündung und ein Herzbefall müssen im Krankenhaus behandelt werden und bedingen eine lange Schonung des Patienten“, erklärt Peter Wöss, Internist am Klinikum Rohrbach.

Die Sommergrippe ist äußerst ansteckend und wird durch Schmier- und Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt etwa zwei bis vier Wochen, während die akute Krankheitsphase normalerweise drei Tage dauert. „Wenn das Fieber über 39 Grad Celsius steigt oder sich die Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall verschlimmern, sollte aber ärztlicher Rat eingeholt werden”, empfiehlt Wöss.

Hausmittel einsetzen

Am besten zu bekämpfen ist die Erkältung mit den guten, alten Hausmitteln. Eine Gurgellösung aus Salbeitee, zuckerfreie Lutschbonbons so wie warme Tees beruhigen den Hals, getrocknete Heidelbeeren tragen zur schnelleren Genesung von Durchfall bei. Nasenspülungen mit Salzwasser beruhigen die Schleimhäute und sorgen für Feuchtigkeit.

Nasensprays mit abschwellender Wirkung helfen gegen eine verstopfte Nase, sie dürfen aber nicht länger als zwei Wochen eingesetzt werden, damit die Nase nicht austrocknet oder eine Nasenspray-Sucht auftreten kann. Wichtig ist bei einer Sommergrippe auch viel Ruhe und Schonung, da es sonst zu Komplikationen wie Entzündungen der Hirnhaut und Herzbefall kommen kann. „Bei Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber können Schmerzmittel eingesetzt werden, ansonsten ist eine medikamentöse Behand-lung meist nicht notwendig“, so der Internist.

Gesunde Kost hilft

Leichte Speisen aus viel frischem, gedünstetem Gemüse und Obst unterstützen die Genesung. Ein beliebtes Hausmittel ist der Ingwertee, den man, indem man ein paar Scheiben mit siedendem Wasser übergießt und ziehen lässt, ganz einfach selber herstellen kann.

Über den Tag verteilt getrunken wirken die ätherischen Öle der Wurzel desinfizierend und und stärken das Immunsystem. Zudem gilt: regelmäßiges Händewaschen, nasse oder durchgeschwitzte Kleidung wechseln, stark klimatisierte Luft und lange Sonnenbädern meiden und nicht zu lange im kalten Wasser bleiben.

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