Bei Schwerpunktaktion neun Autos mit Laserblockern erwischt

Polizei warnt vor dem Einbau der illegalen Geräte, die eine Laser-Messung unmöglich machen sollen — Empfindliche Strafen drohen

Aktion Scharf bei der Polizei: Am Wochenende sind den Beamten bei einer Schwerpunktkontrolle neun Autos mit Laserblockern, die die Radargeräte irritieren, ins Netz gegangen.
Aktion Scharf bei der Polizei: Am Wochenende sind den Beamten bei einer Schwerpunktkontrolle neun Autos mit Laserblockern, die die Radargeräte irritieren, ins Netz gegangen. © Ewald Fröch - stock.adobe.com

LINZ — Bei einer Schwerpunktkontrolle im Kampf gegen die verbotenen Laserblocker hat die Polizei in der Vorwoche auf der Westautobahn in Oberösterreich insgesamt neun derartige Geräte aus dem Verkehr gezogen. Allesamt wurden sie in hochpreisigen Fahrzeugen festgestellt. Die Verwendung solcher Geräte macht eine Geschwindigkeitsmessung der Fahrzeuge unmöglich. Den Lenkern wurde die Weiterfahrt bis zum Ausbau der Geräte untersagt. Bei vier Fahrern wurde eine Sicherheitsleistung in der Höhe von jeweils 2000 Euro eingehoben.

Die Geräte werden zumeist im Internet angeboten. Die Händler werben damit, dass sie im Gegensatz zu Radarwarngeräten eine Tempomessung nicht nur erkennen sondern auch verhindern. Es würden „störende Signale ausgesendet, die wie eine Schutzwand vor dem Laserstrahl der Radarpistole schützen“ würden.

Geräte eindeutig illegal

Die Preise beginnen bei etwa 500 Euro, allerdings gibt es einen großen Haken. Die Geräte sind eindeutig illegal, wie auch im Kraftfahrgesetz zu lesen ist: „Geräte oder Gegenstände, mit denen technische Einrichtungen zur Verkehrsüberwachung beeinflusst oder gestört werden können, dürfen weder an Kraftfahrzeugen angebracht noch in solchen mitgeführt werden“, heißt es dort.

Die Polizei sucht im Rahmen von Schwerpunktkontrollen seit einiger Zeit gezielt nach solchen Geräten – und findet sie auch in den allermeisten Fällen, selbst wenn die Laserblocker möglichst unsichtbar im Fahrzeug verbaut worden sind. Die Geräte werden eingezogen und es drohen Strafen bis zu 5000 Euro.